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Im Brennpunkt stand immer wieder KSC-Torwart Rene Vollath, der hier zusammen mit Matthias Bader (links) gegen Dresdens Pascal Testroet klärt. Foto: dpa
Im Brennpunkt stand immer wieder KSC-Torwart Rene Vollath, der hier zusammen mit Matthias Bader (links) gegen Dresdens Pascal Testroet klärt. Foto: dpa
09.12.2016

Karlsruher SC bei Dynamo Dresden mit Glück und Vollath zum 0:0

Im Spiel eins nach der Entlassung von Trainer Tomas Oral zeigte sich der Karlsruher SC am Freitagabend bei Dynamo Dresden kämpferisch von seiner besten Seite. Mit einem torlosen Unentschieden trotzten die Wildparkprofis im ersten von zwei Spielen unter Interimstrainer Lukas Kwasniok den favorisierten Sachsen einen Punkt ab – zum Schluss allerdings mit viel Glück. Mit einer Glanzparade gegen Pascal Testroet verhinderte KSC-Kapitän und -Keeper René Vollath in der Nachspielzeit eine späte Niederlage.

„Wir wollten mindestens den Punkt, mit dem wir ins Spiel gegangen sind, mit nach Hause nehmen – unbedingt“, sagte Kwasniok nach der Partie. „Zum Schluss war ein bisschen Glück dabei. Aufgrund der Leidenschaft, die unsere Mannschaft auf den Platz gebracht hat, war das Unentschieden aber nicht unverdient.“

Sportdirektor Oliver Kreuzer, dessen Sohn Niklas bei den Hausherren für die meisten Freistöße und Eckbälle zuständig war, fand den Punkt „absolut verdient.“ Das Zweitliga-Spiel sei zwar kein fußballerischer Leckerbissen gewesen, „das war auf diesem Platz auch gar nicht möglich“, die KSCler aber hätten kämpferisch „total“ überzeugt. Nach vorne hätte ihnen allerdings die Durchsetzungsfähigkeit gefehlt. Und Dennis Kempe meinte: „Dresden hat gegen unsere Dreierkette keine Lösungen gefunden. Wir haben super gegen den Ball gearbeitet. Das ist die Basis für das Heimspiel gegen Braunschweig und für die Rückrunde.“

Die Karlsruher Innenverteidiger Bjarne Thoelke (Augen- bzw. Kopfverletzung) und Martin Stoll (Oberschenkelzerrung) waren zwar in Dresden mit von der Partie, nach einem letzten Test aber nicht einsatzfähig. Auch deshalb war die Karlsruher Startelf gegenüber der Heimniederlage gegen Greuther Fürth (1:2) auf gleich sechs Positionen neu besetzt. Und taktisch hatte sich Interimscoach Kwasniok folgendes einfallen lassen: Bei Ballbesitz verteidigte seine Mannschaft mit einer Dreierkette. Spielte Dresden nach vorne, machten Charalampos Mavrias (rechts) und Matthias Bader (links) eine Fünferkette daraus.

Damit kamen die Hausherren – wie von Kwasniok erhofft – zunächst gar nicht zurecht. Der KSC seinerseits versuchte, nach Ballgewinn schnell umzuschalten, kam mit seinen Angriffsversuchen aber nicht ins letzte Drittel vor dem Dresdner Tor.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gastgeber – mit Pascal Testroet als zweitem Stürmer – sofort da. Und nach einer Kopfballvorlage von Stefan Kutschke traf Dresdens neuer Mann nur den Karlsruher Außenpfosten (57.). In den letzten zehn Minuten geriet der insgesamt nicht unverdiente Teilerfolg des KSC allerdings noch einmal in Gefahr, denn Dynamo Dresden holte die Brechstange raus. Und als Testroet nach einem Freistoß von Marcel Hilßner allein vor Vollath an den Ball kam, rettete der KSC-Keeper seiner Mannschaft mit einem Reflex einen hart erkämpften Punkt (90.+3).