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Der Karlsruher SC muss beim starken FC St. Pauli in Hamburg antreten. KSC-Trainer Markus Kauczinski muss sich Gedanken über den Ersatz verletzter Stammspieler machen.
Karlsruher beim starken FC St. Pauli in Hamburg © dpa
19.12.2013

Karlsruher SC beim starken FC St. Pauli in Hamburg

Nicht nur zwei Punkte büßte der Karlsruher SC am vergangenen Sonntag beim 3:3 gegen den FSV Frankfurt ein. Trainer Markus Kauczinski beklagte auch „personelle Verluste“. Für das letzte Spiel des Jahres, in der 2. Bundesliga beim FC St. Pauli fallen Torjäger Koen van der Biezen (Gelb-Sperre), Reinhold Yabo (Adduktorenzerrung) und Silvano Varnhagen (Rückenbeschwerden).

Weil sich der Karlsruher Chefcoach über seine Startelf noch nicht im Klaren war, waren 19 Spieler an Bord des ICE, mit dem der Tabellenfünfte die Hansestadt ansteuerte.

Erster Anwärter auf Yabos Platz im defensiven Mittelfeld ist Kai Schwertfeger. „Aber Manuel Gulde hat auch schon auf der Sechs gespielt“, gab Kauczinski eine seiner Überlegungen preis. Ebenso unschlüssig war sich gestern noch, wer links hinten verteidigen soll. Für den zuletzt Gelb-gesperrten Dennis Kempe sprechen dessen Dynamik in der Vorwärtsbewegung und Kopfballstärke. „Aber Michael Vitzthum hat gegen den FSV ein ordentliches Spiel gemacht, gut verteidigt.“

St. Pauli im Aufwind

Die Gastgeber (31 Punkte) haben unter Roland Vrabec, der zunächst als Interimslösung die Nachfolge des am 6. November entlassenen Cheftrainers Michael Frontzeck angetreten hatte, vier von fünf Spielen gewonnen und liegen drei Zähler und zwei Plätze vor dem KSC auf Rang drei. „St.Pauli ist derzeit das Topteam der Liga“, sagt Markus Kauczinski. Eine sehr beweglich, schnelle, kompakte Mannschaft erwarte den KSC. Das habe man schon beim Hinspiel (0:0) im Wildparkstadion gesehen.

Um also am Millerntor nicht die Rolle des Geschenke verteilenden Weihnachtsmanns zu spielen, „müssen wir alles zusammenpacken, was wir haben“, fordert der KSC-Trainer. Vor allem dürfen die Wildparkprofis den Kickern vom Kiez vor ausverkauftem Haus (29063 Zuschauer, darunter rund 2000 aus Karlsruhe) nicht die Räume bieten, die der FC mit seinem schnellen Umschaltspiel erfolgreich zu nutzen weiß.

Andererseits ist St. Pauli zuhause keineswegs eine Macht (vier Siege, zwei Unentschieden, drei Niederlagen). Zwar fehlt mit Van der Biezen der Toptorjäger, doch Ilian Micanski hat seine Torgefährlichkeit gegen Frankfurt mit zwei Treffern unter Beweis gestellt, Die KSCler haben also durchaus die Chance, ihre Erfolgsserie (acht Spiele ohne Niederlage) fortschreiben. Ein ganz besonderes Spiel ist der Auftritt für KSC-Angreifer Rouwen Hennings. Der spielte von 2009 bis 2012 für die Hamburger und schoss in der Zweitligasaison 2009/10 drei Tore gegen den KSC: eins beim 4:0-Sieg des FC St. Pauli im Wildparkstadion und beide beim 2:1-Erfolg im Rückspiel.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Klingmann, Gordon, Mauersberger, Kempe (Vitzthum) – Peitz, Schwertfeger (Gulde) – Torres, Hennings, Alibaz – Micanski