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Dass der Karlsruher SC mit Marvin Wanitzek in Fahrt kommt, belegt der 3:1-Erfolg in Aalen.  Foto: Ripberger 

Karlsruher SC eilt nach Sieg beim VfR Aalen Richtung Tabellenspitze

Karlsruhe. Glanzvoll ist der 3:1-(1:0)-Erfolg von Fußball-Drittligist Karlsruher SC beim VfR Aalen nicht gewesen. Doch die mit dem dritten Sieg hintereinander verbundenen drei Punkte sind wertvoll. Die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz kletterte in der Tabelle von Rang sechs auf vier. Als „nicht unverdient“ bezeichnete Schwartz den Erfolg seiner Mannschaft. Der Trainer freute sich, dass neben Marc Lorenz, der sein erstes Punktspieltor für den KSC erzielte, mit Anton Fink und Marvin Pourié „beide Stürmer getroffen haben“.

Der KSC bestimmte in der Ostalb Arena von Beginn an das Spiel und hatte schon in der ersten Hälfte recht viele Abschlüsse – die meisten verfehlten allerdings das Aalener Gehäuse. Dem von VfR-Kapitän Daniel Bernhardt gehüteten Tor am nächsten kam zunächst Fink, der nach einer Flanke von links von Marvin Wanitzek sein Glück per Kopfball versuchte (25. Minute).

Da aber hätten die Hausherren schon führen können, denn nach einer Ecke von rechts hatte Luca Schnellbacher nur haarscharf am Karlsruher Kasten vorbei geköpft (14.). Auch kurz vor der Pause hatten die Schwaben eine gute Tormöglichkeit. Doch Marco Thiede fälschte eine Direktabnahme von Matthias Morys ab und KSC-Keeper Benjamin Uphoff erledigte reaktionsschnell den Rest (45.+1).

Zu diesem Zeitpunkt führten die Wildparkprofis schon mit 1:0. Aalen hatte sich auf seiner rechten Abwehrseite im Aufbau einen Ballverlust geleistet. Pourié konnte nach innen passen, wo Fink nur noch einzuschieben brauchte (33.). Für den Stürmer war das 1:0 der dritte Saisontreffer.

Die Karlsruher Pausenführung war verdient, weil die Gäste ein leichtes Übergewicht entwickelt hatten. Zudem trauten sich die Platzherren im Spiel nach vorne nicht viel zu.

Es war kein Wunder, dass das 1:1 kurz nach dem Seitenwechsel aus einem ruhenden Ball für Aalen resultierte. Manuel Stiefler hatte im Mittelfeld VfR-Mann Nicolas Sessa von den Beinen geholt. Sessa brachte den fälligen Freistoß dann vors KSC-Tor, wo Uphoff den Ball, noch in seinem Strafraum, genau vor die Füße des ungedeckten Marcel Bär faustete. Der fackelte nicht lange und sorgte mit einem satten Schuss für den Ausgleich (48.). „Benni hat uns schon so oft den Arsch gerettet“, nahm Rechtsverteidiger Marco Thiede seinen Torwart in Schutz. „Da verbietet sich jede Schuldzuweisung.“

Kritische Phase nach dem 1:1

Nach dem 1:1 hätte das Spiel durchaus kippen können. „In den ersten zehn, 15 Minuten nach der Pause – da waren wir zu passiv, zu lethargisch“, analysierte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer später. Die Gäste fingen sich aber. Nach knapp einer Stunde erzwangen sie eine Ecke. Die wurde zwar abgewehrt, doch den zweiten Ball nahm Lorenz auf halb links mit vollem Risiko volley. Torhüter Bernhardt konnte die Kugel nur noch ins eigene Netz bugsieren (59.). Von „einen Sonntagsschuss am Mittwochabend“, sprach KSC-Trainer Schwartz.

Noch einmal wollten die Gäste nicht den Ausgleich hinnehmen. Der KSC versuchte, das Spielgeschehen in der Aalener Hälfte zu halten – und nach einem Zuspiel von Fink erhöhte Pourié in der 71. Minute auf 3:1. Danach kam Aalens Bär noch zu zwei guten Tormöglichkeiten (73. und 76.). Den Hausherren aber fehlte insgesamt im Strafraum die nötige Durchsetzungsfähigkeit. „Bis auf die kurze Phase nach dem Seitenwechsel war das ein sehr überzeugender Auftritt“, bilanzierte Sportdirektor Kreuzer.