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Viel Diskussionsbedarf hatte KSC-Trainer Markus Kauczinski (links), auch wenn er die Niederlage in Sandhausen nicht dem Team um Schiedsrichter Bastian Dankert (Zweiter von rechts) anlasten wollte.   GES
Viel Diskussionsbedarf hatte KSC-Trainer Markus Kauczinski (links), auch wenn er die Niederlage in Sandhausen nicht dem Team um Schiedsrichter Bastian Dankert (Zweiter von rechts) anlasten wollte. GES
22.11.2015

Karlsruher SC enttäuscht: Längst nicht jeder Pfiff findet Verständnis

Am Schiedsrichter habe es nicht gelegen, dass der KSC im Kampf um die fußballerische Vorherrschaft in Nordbaden beim SV Sandhausen mit 1:3 (0:2) unterlag, betonten Cheftrainer Markus Kauczinski und Sportdirektor Jens Todt. Kritik musste sich der auch international eingesetzte Bastian Dankert, ein Sportwissenschaftler, trotzdem gefallen lassen.

Zum Beispiel an seinem Elfmeterpfiff, der zum 2:0 durch Aziz Bouhaddouz (24.) führte. Nach einem Zweikampf zwischen Dominic Peitz und Jakub Kosecki war es ein Strafstoß, „den man geben kann, aber nicht zwingend geben muss“, wie Kau-czinski sagte. Insgesamt gewann der KSC-Coach den Eindruck, „dass er die meisten 50:50-Situationen gegen uns entschieden hat“. Und da könne man sich über 90 Minuten hinweg schon benachteiligt fühlen.

Dass Schiri Dankert Karlsruhes Co-Trainer Patrick Westermann zur zweiten Hälfte auf die Tribüne schickte, weil der gewagt hatte, ihn auf dem Weg in die Pause anzusprechen, trug nicht zum gegenseitigen Verständnis bei. Auch Kauczinskis rechte Hand Argirios Giannikis erlebte den Schlusspfiff nicht auf der Trainerbank. Kauczinski fand zudem die Nachspielzeit viel zu kurz: „Das hat mich aufgeregt.“

Emotional, aber nicht unfair

Sandhausens Denis Linsmayer hatte die Partie mit einem „Sonntagsschuss am Freitagabend“, wie sein Trainer Alois Schwartz sagte, in der 14. Minute richtig scharf gemacht. Mit dem Elfmeterpfiff von Dankert schaukelte sich das Derby hoch. Unfair wurde die Partie nicht. Nach dem 3:0 durch Robert Zillner (66.) schien die Entscheidung gefallen zu sein. Mit seinem Anschlusstreffer löste Manuel Torres ein Zittern beim SVS aus (68.), aus dem mit der Riesenchance von Dimitris Diamantakos zum 2:3 (70.) ein Krampf hätte werden können. Dann traf Erwin Hoffer noch aus dem Abseits heraus (71.). „Wir haben nie aufgesteckt und alles gegeben“, hielt Kauczinski fest.

Auf der Suche nach einem Nachfolger des KSC-Trainers gibt es laut Sportdirektor Todt „nichts Neues“. Nach dem in der Gerüchteküche hoch gehandelten Rüdiger Rehm (37 Jahre/SG Sonnenhof Großaspach) befragt sagte Todt: „Ich werde mich öffentlich nicht zu einzelnen Namen äußern. In den nächsten Wochen kommen sicher noch mehr ins Spiel.“ Dazu, dass angeblich der ein oder andere KSCler aus dem zweiten Glied in der Winterpause weg will, sagt Todt: „Dafür gibt es keine Anzeichen. Bisher ist kein Spieler auf uns zugekommen und es liegen auch keine Anfragen vor.“

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