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Von Olympia in Rio zurück ins Wildparkstadion: Der Karlsruher Grischa Prömel (rechts) zeigte bei brasilianischen Temperaturen wieder vollen Einsatz (hier gegen den Münchner Daylon Claasen) für den KSC.
Von Olympia in Rio zurück ins Wildparkstadion: Der Karlsruher Grischa Prömel (rechts) zeigte bei brasilianischen Temperaturen wieder vollen Einsatz (hier gegen den Münchner Daylon Claasen) für den KSC. © dpa
27.08.2016

Karlsruher SC erkämpft in Unterzahl ein 0:0 gegen die "Löwen"

Karlsruhe. Bei hochsommerlichen Temperaturen hat der Karlsruher SC in Unterzahl einen Punkt gegen den TSV 1860 München erkämpft. Nach der Gelb-Roten Karte für Manuel Torres (57. Minute) verteidigte der KSC am Samstag das 0:0 und geht nach dem dritten Remis in Serie ungeschlagen in die Länderspielpause.

«30 Minuten in Unterzahl in dieser Hitze, das war schon bemerkbar», sagte KSC-Torwart Dirk Orlishausen. «Letztenendes müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein.»

Die «Löwen» verpassten dagegen ihren ersten Auswärtssieg und damit den Anschluss an die Spitze der 2. Fußball-Bundesliga. «Wir wollten zu Null spielen, das haben wir auch geschafft. Daher denke ich, dass wir als Mannschaft auf dem richtigen Weg sind, auch wenn uns der Spielverlauf ein bisschen in die Karten gespielt hat. Ich denke aber, dass wir den KSC über weite Strecken unter Kontrolle hatten», sagte 1860-Verteidiger Jan Mauersberger.

Vor 13 246 Zuschauern im Wildparkstadion hatten beide Teams lange kaum Torgelegenheiten. Zum Ende der Partie erhöhten die Münchener den Druck, doch zu einem Treffer reichte es nicht mehr. Der KSC bleibt damit im Jahr 2016 zu Hause ungeschlagen.

Eine Woche nach dem Duell im Pokal vertraute «Löwen»-Coach Kosta Runjaic der siegreichen Startelf. KSC-Trainer Thomas Oral veränderte sein Team dagegen auf drei Positionen. Rio-Silbermedaillengewinner Grischa Prömel gab im defensiven Mittelfeld sein Saisondebüt.

Bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad entwickelte sich eine Partie ohne Tempo und mit nur ganz wenigen Szenen im Strafraum. Die beste Gelegenheit zu einem Tor in der ersten Halbzeit vergab der KSC wenige Sekunden vor der Pause, als nach einer guten Freistoßvariante gleich zwei Karlsruher an der Hereingabe von Dimitris Diamantakos vorbei rutschten.

Der Freistoß von Daniel Adlung war nach 53 Minuten die erste bessere Torchance für 1860, denen ansonsten offensiv nicht viel gelang. Nach dem Platzverweis für Torres kamen die Löwen durch Daylon Claasen (73.) und den eingewechselten Stefan Mugosa (81.) zwar noch zu guten Gelegenheiten. Die KSC-Abwehr um den starken Ersatz-Torwart Orlishausen verteidigte den Punkt aber bis zum Abpfiff.