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Karlsruher SC

Die Gastgeber waren über weite Strecken das aktivere Team, scheiterten jedoch mehrmals am starken Karlsruher Schlussmann Benjamin Uphoff (Foto).
Die Gastgeber waren über weite Strecken das aktivere Team, scheiterten jedoch mehrmals am starken Karlsruher Schlussmann Benjamin Uphoff (Foto). © dpa
28.07.2018

Karlsruher SC erkämpft zum Drittliga-Start 1:1 in Braunschweig

Braunschweig. Mit einem etwas glücklichen Punktgewinn beim favorisierten Absteiger Eintracht Braunschweig ist der Karlsruher SC am Freitagabend in die neue Saison der 3. Liga gestartet.

Marvin Wanitzek schoss die Badener zwar mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung (24.), aber Onur Bulut stellte den hochverdienten Ausgleich für die Niedersachsen her (56.).

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Wie erwartet schickte KSC-Trainer Alois Schwartz vier Neuzugänge in den Kampf um die ersten Punkte: Damian Roßbach, Manuel Stiefler, Martin Röser und Saliou Sané. Und auch die Grundordnung der Wildparkprofis (4-4-2) hatte sich abgezeichnet. So auf- und eingestellt war der KSC nur in den ersten etwa 15 Minuten der Eintracht ebenbürtig. Anschließend erarbeiteten sich die Gastgeber eine Überlegenheit, die sich vor der Pause in fünf Eckbällen und einigen Freistößen niederschlug.

Dennoch wurden die Braunschweiger Löwen kalt erwischt. Marvin Wanitzek, der nach dem Abschlusstraining am Donnerstag noch einige Freistöße geschossen hatte, legte sich in der 24. Minute den Ball zurecht – und zirkelte ihn aus rund 25 Metern und halbrechter Position über die Braunschweiger Mauer (Wanitzek: „Da standen zwei etwas kleinere Spieler“) ins Tor der Eintracht. Klasse!

„Letztes Jahr waren wir mit Freistößen ja überhaupt nicht erfolgreich, deshalb üben wir das ein-, zweimal pro Woche intensiv“, erklärte der Mann mit der Rückennummer zehn. „Dass es jetzt gleich im ersten Spiel geklappt hat – super. Ich hoffe, wir können noch den einen oder anderen ruhenden Ball versenken.“

Die Karlsruher Führung aber stachelte die einstigen „Jägermeister“ an. KSC-Keeper Benjamin Uphoff musste sein Können mehrfach unter Beweis stellen – vor allem gegen den kopfballstarken Philipp Hofmann (27.) und bei einem Distanzschuss von Niko Kijewski (38.). Beim Latten-Kopfball von Onur Bulut (31.) hatte der KSC zwar etwas Glück, Uphoff aber wäre wohl da gewesen.

„Nach zehn, 15 Minuten haben wir nicht mehr gut Fußball gespielt“, bedauerte Alois Schwartz. „Auf einmal war das Spielfeld zu groß, zu lang. In diese Räume konnte Braunschweig immer wieder reinspielen. Und bei den Kopfbällen von Hofmann und Bulut hatten wir Glück.“

Auch in der zweiten Halbzeit konnte der KSC eine gewisse Leichtfertigkeit in seinem Abwehrverhalten nicht abstellen und mit einem satten Linksschuss von rechts bestrafte Bulut die defensiven Nachlässigkeiten der Gäste (56.). Dem als Aufstiegskandidat gehandelten Absteiger ging bei der Bruthitze aber irgendwann die Luft aus. Am Ende konnte der KSC mehr zulegen und hatte die beste Chance, als Marvin Pourié nach einem super Pass von Florent Muslija alleine vor Torhüter Engelhardt scheiterte (88.).

„Ab der 70. Minute sind wir etwas müde geworden“, analysierte Braunschweigs neuer Trainer Henrik Pedersen. „Und zum Schluss der Partie hätte der KSC auch gewinnen können. Das 1:1 ist ein gutes Ergebnis.“ Und Alois Schwartz meinte: „Natürlich war es zu heiß – aber das Stadion war voll, die Stimmung sehr gut. Leider haben wir zwischen der 20. Und 70. Minute nicht das gezeigt, was wir in der Vorbereitung gezeigt haben. Trotzdem: Das war ein verdienter Punkt für uns.“