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Beim KSC würde Jan Mauersberger gerne mit Erwin Hoffer und Ylli Sallahi (von links) weitere Erfolge feiern. Doch erst nach dem heutigen Abschlusstraining ist klar, ob Mauersberger nach seiner Knieprellung morgen in Braunschweig dabei ist. GES 

Karlsruher SC erwartet in Braunschweig ein Kampfspiel

Vor dreieinhalb Monaten, am vorletzten Spieltag der vergangenen Runde, rückte der Karlsruher SC mit einem 2:0-Sieg in Braunschweig von Tabellenplatz vier auf Rang drei vor und ließ sich dann im Saisonfinale der 2. Fußball-Bundesliga auch nicht mehr aus der Relegation drücken.

„Die drei Punkte bei der Eintracht waren damals hart umkämpft“, erinnert sich Markus Kauczinski. Ein leichtes Spiel erwartet der KSC-Trainer am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) ebenfalls nicht. Dann laufen die Wildparkprofis zum 18. Mal seit 1958 bei den einstigen „Jägermeistern“ auf.

Die Gastgeber haben vor einer Woche mit dem 2:0 bei Arminia Bielefeld ihren ersten Saisonsieg gefeiert, nun wollen sie auch ihren ersten Heimsieg einfahren. „Zweimal verloren, das ist nicht unser Anspruch vor eigener Kulisse“, sagte Braunschweigs stellvertretender Kapitän Ken Reichel. „Wir wollten eine heimstarke Mannschaft werden und es wird jetzt Zeit, das umzusetzen.“ Darüber hinaus sei gegen den KSC natürlich auch Wiedergutmachung angesagt, für die Heimniederlage Mitte Mai, meint der Braunschweiger Innenverteidiger und kündigt ein Spiel mit „Kampf und Leidenschaft“ an.

„Darauf sind wir vorbereitet“, sagt KSC-Trainer Kauczinski: „Wir wollen dort wieder punkten.“ Matthias Bader, Sascha Traut und Dimitris Diamantakos stehen dafür noch nicht zur Verfügung. Mit Daniel Gordon, dessen Innenband im linken Knie beim 2:0-Heimsieg gegen den MSV Duisburg am vergangenen Samstag teilweise gerissen ist, kann der KSC-Coach sogar erst wieder in fünf, sechs Wochen rechnen. Jan Mauersberger aber scheint seine Knieprellung überwunden zu haben. Ob der Bayer in badischen Diensten heute mit nach Braunschweig fährt und ob er morgen sogar zur Startelf gehört, entscheidet Kauczinski kurzfristig. Das Abschlusstraining heute ab 10 Uhr soll Aufschluss über Mauersbergers Verfassung geben.

Ob Gouaida spielt, ist unklar

„Alle sind fit, alle sind heiß. Die Jungs haben eine sehr gute Trainingswoche hingelegt“, lobte der KSC-Coach seine Schützlinge. Über den siebten Neuzugang, den vom HSV ausgeliehenen Mohamed Gouaida, sagte Kauczinski: „Seine individuelle Qualität ist das eine. Die muss aber auch in unser Spiel eingebunden werden.“ Offen ließ er, ob er den 22-jährigen Tunesier (Kauczinski: „Wir sehen ihn zunächst einmal links offensiv – als Pendant zu Manuel Torres“) nach nur wenigen Trainingseinheiten beim KSC auf die Dienstreise nach Niedersachsen mitnimmt.

Möglichiche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Prömel, Gulde, Mauersberger, Sallahi – Meffert, Peitz – Torres, Barry, Yamada – Hoffer.