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01.09.2013

Karlsruher SC gegen Aalen nur mit einem Punkt

„Da war mehr drin“ – bereits das dritte Spiel des Karlsruher SC in Folge ließe sich unter dieser Fußball-Phrase verbuchen. 1:1 trennt sich der badische Fußball-Zweitligist vom VfR Aalen. Erneut verspielte der Club dabei eine Führung, erneut ergaben viele Chancen zu wenige Tore.

Bildergalerie: KSC spielt gegen Aalen 1:1 - Szenen des Spiels

KSC-Cheftrainer Markus Kauczinski entschied sich, aus dem Stürmerquartett Rouwen Hennings, Koen van der Biezen, Ilian Micanski und Dimitrij Nazarov den letzteren beiden das Vertrauen von Beginn an zu schenken. Ansonsten trat der KSC in der gewohnten Formation an, auch Stamminnenvertediger Daniel Gordon wurde nach Knieproblemen rechtzeitig fit.

Aalen begann stark und komplett ohne Anlaufzeit, schon in der ersten Minute kamen die Gäste so zu zwei gefährlichen Schusschancen. Mit zwei Standards kam der KSC nach fünf Minuten allerdings ebenfalls rasch in die hochunterhaltsame Anfangsphase. Fast schon folgerichtig das Karlsruher Führungstor nach sieben Minuten. Nach einem abgefälschten Ball in den Strafraum knallte Nazarov die schwer verwertbare Bogenlampe volley ins kurze Eck. Schon in der Vorwoche hatte der Stürmer gegen den SV Sandhausen getroffen, auch dabei feine Technik bewiesen.

Der KSC ruhte sich auf der Führung nicht aus, fuhr vielmehr ein regelrechtes Powerplay. Eine weitere Direktabnahme von Nazarov strich nach einer Viertelstunde hauchfein am Pfosten vorbei. Durch den Karlsruher Offensivschwung ergaben sich jedoch auch Aalener Chancen, Manuel Junglas vergab nach 20 Minuten eine hochkarätige Gelegenheit, zwei Minuten später sein Teamkollege Robert Lechleiter eine weitere. Der KSC verlegte sich daraufhin ähnlich vergangener Partien wieder etwas mehr auf die Defensive.

Doch wie schon in eben diesen anderen Saisonspielen wurde die immer größer werdende Karlsruher Passivität auch dieses Mal bestraft. In Person von Lechleiter bestrafte der VfR nach 39 Minuten diese Schwächephase mit dem nicht unverdienten 1:1. Bis zur Pause drückten nun die Gäste, es blieb bis dahin jedoch beim Unentschieden.

Nazarovs dritte Volleyabnahme eröffnete nach 50 Minuten den zweiten Durchgang, Jasmin Fejzic im Aalener Kasten rettete in höchster Not. Die Partie blieb auch danach intensiv, wirkliche Torchancen wurden jedoch Mangelware. Erst in der 73. Spielminute war es wieder Fejzic, der mit zwei Riesenparaden gegen den eingewechselten van der Biezen rettete.

Der KSC kam noch einmal besser auf, fand gegen eine dicht gestaffelte Aalener Abwehr jedoch wenig Mittel. Kauczinski wechselte mit Mast und später Hennings offensiv. So kam der KSC kurz vor Schluss durch Alibaz noch zweimal gefährlich vor das Aalener Tor und war dem Siegtor deutlich näher als der Gegner. Am Ende muss sich der KSC jedoch erneut fragen, ob nicht mehr möglich gewesen wäre.

Tabellenvierter sind die Karlsruher nun zumindest bis morgen. Mit gerade einmal zwei Punkten Vorsprung auf die zehn Plätze schlechter platzierten Düsseldorfer allerdings ein trügerisches Bild für die nun seit drei Spielen sieglosen Badener, die weiter auf den ersten Saisonerfolg im heimischen Wildpark warten müssen.