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Brachte die Badener mit seinem ersten Zweitligatreffer auf die Siegerstraße: Koen van der Biezen. © dpa
20.09.2013

Karlsruher SC gegen Cottbus mit erstem Heimsieg

Den kleinen Negativlauf gestoppt und den ersten Heimsieg eingefahren: Mit 2:0 besiegte der Karlsruher SC am Freitagabend Energie Cottbus in der Zweiten Fußball-Bundesliga. Einmal mehr waren dabei Standardsituationen der Schlüssel zum Erfolg.

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Gleich vier Änderungen nahm Cheftrainer Markus Kauczinski vor. Silvano Varnhagen ersetzte den gelbgesperrten Dominic Peitz, Manuel Torres bei seinem Startelfdebüt den verletzten Gaetan Krebs. In der Sturmspitze ersetzte das Aufstiegsduo Koen van der Biezen und Rouwen Hennings Dimitri Nazarov und Ilian Micanski.

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Brachte die Badener mit seinem ersten Zweitligatreffer auf die Siegerstraße: Koen van der Biezen.

Der KSC begann druckvoll und engagiert, zeigte sich entschlossen den Abwärtstrend von zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge zu durchbrechen. Die ersten zwanzig Minuten bestimmte der KSC so das Spielgeschehen, dass sich allerdings hauptsächlich zwischen den Strafräumen abspielte. Wenn die Heimelf einmal gefährlich wurde, dann bei Standards. Ein solcher sollte dann auch zum 1:0 führen. Nach einer Flanke traf Uwe Möhrle im Strafraum statt dem Ball nur Hennings Fuß, Schiedsrichter Christian Dietz entschied nach der unglücklichen Aktion auf Elfmeter. Koen van der Biezen trat an, Cottbus-Torwart Almer ahnte dabei zwar die Ecke, hatte gegen den platzierten Schuss des Niederländers jedoch keine Chance.

Cottbus reagierte auf den Rückstand nur mäßig erfolgreich, allein Boubacar Sanogo strahlte zumindest etwas Torgefahr aus. Der KSC kam zu Kontern, einer davon brachte nach 32 Minuten eine Ecke ein. Standardspezialist Alibaz brachte diese in den Strafraum, dort stieg Gordon hoch, sein Kopfball senkte sich ins linke Kreuzeck – der zweite Karlsruher Standardtreffer an diesem Tage. Im Saisonverlauf entstand damit die Hälfte aller KSC-Treffer direkt aus ruhenden Bällen, in Zahlen vier der acht Tore.

Mit einem abgefälschten Ball kamen die Gäste aus der Lausitz immerhin noch zu einem Pfostentreffer, ansonsten konnte die KSC-Defensive viele Angriffe abfangen. Rouwen Hennings vergab kurz vor dem Pausenpfiff sogar noch eine eigentlich zwingende Chance zum dritten Karlsruher Treffer.

Nach der Pause nahm die Partie reichlich Fahrt auf, Cottbus drückte auf den Anschlusstreffer, kam auch zu einigen wenigen Schusschancen, Stiepermann vergab nach Torres-Patzer im Spielaufbau in der 52. Spielminute eine der besten. Auf der Gegenseite öffneten sich dem KSC weiter Räume zu schnellen Gegenstößen. Das Spiel kippte jedoch sukzessive in Richtung der Cottbuser, die den KSC häufig in dessen Hälfte festsetzen konnten. Gegen die gute Defensivordnung der Badener kamen dabei jedoch kaum Torgelegenheiten heraus.

So nutzte Energie sein spielerisches Übergewicht letztlich nicht, Dirk Orlishausens Weste blieb an diesem Abend blütenweiß. Der KSC kann sich mit seinem ersten Heimsieg der Saison derweil in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.