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Nach der Niederlage bei Werder Bremen II ging KSC-Spieler Burak Camoglu geknickt vom Platz. Das Rückspiel bietet die Chance zur Revanche.  Foto: dpa 

Karlsruher SC gegen Werder Bremen II – Trainer warnt vor Überheblichkeit

Karlsruhe. Unterschiedlicher können fußballerische Serien kaum sein. Während der Karlsruher SC seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres in der 3. Liga nicht mehr verloren hat, ist sein Gast am Samstag, der SV Werder Bremen II, seit dem 5. August ohne Sieg.

Die Hanseaten reisen als Drittletzter und mit der neben Schlusslicht Erfurt schlechtesten Tordifferenz (minus 15) an. Da muss auch KSC-Torhüter Benjamin Uphoff vor dem Spiel (Anpfiff 14 Uhr) zugeben: „Wir gehen als Favorit ins Spiel.“ Zugleich warnt er: „Wir dürfen Bremen nicht unterschätzen.“

Nicht nur die 0:2-Niederlage im Hinspiel sollte den Badenern Mahnung sei. KSC-Cheftrainer Alois Schwartz verweist darauf, „dass in dieser Liga alles möglich ist“. Das habe man erst am Montag bei der 1:3-Niederlage von Spitzenreiter 1. FC Magdeburg in Erfurt gesehen. „Man muss in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen“, gibt er seinen Spielern mit.

Da ist es sicher von Vorteil, dass der KSC-Coach personell fast aus dem Vollen schöpfen kann. Bis auf den lange verletzten Andreas Hofmann (Schwartz: „Er macht immer größere Fortschritte“) und die Spieler, die sich bei Probetrainings um einen neuen Verein bemühen (Nathaniel Amamoo beim SC Wiedenbrück/RL West; Severin Buchta beim TSV Steinbach/RL Südwest) sind alle Wildparkprofis fit. Darüber hinaus haben die personellen Änderungen vor dem 3:1-Erfolg gegen Unterhaching am vergangenen Samstag „gefruchtet“, wie Schwartz sagt. Marco Thiede (für den gelb-gesperrten Matthias Bader) und Marc Lorenz (für Burak Camoglu) spielten gut. Der KSC-Trainer sieht sein Team auch leistungsmäßig „näher zusammengerückt“. Deshalb habe er nun mehr Möglichkeiten.

Wie er diese Möglichkeiten zu nutzen gedenkt, ließ der KSC-Trainer offen. Dabei geht es primär um die Personalien Bader/Thiede und Camoglu/Lorenz. Kapitän Kai Bülow wird wohl erneut auf der Bank bleiben. Denn auf die Lauf- und Einsatzfreude von Marcel Mehlem, Torschütze gegen Unterhaching, wird der KSC-Coach derzeit kaum verzichten wollen. An dieses erste Heimspiel 2018 denkt Schwartz natürlich gerne zurück, will daran anknüpfen. Das sieht auch Benjamin Uphoff so: Vor allem in der Zweiten Halbzeit hätten seine Vorderleute „richtig gut gespielt und gekämpft“.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede/Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Lorenz/Camoglu, Wanitzek, Mehlem, Muslija – Fink – Schleusener.