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Der KSC will nach oben, weiß aber noch nicht wie. David Pisot setzt gegen seinen EX-Club Würzburger Kickers auf Sieg.
David Pisot
13.10.2017

Karlsruher SC gegen Würzburg: Kellerduell statt Spitzenspiel

Karlsruhe. Vor dieser Saison, sagt der Karlsruher Innenverteidiger David Pisot, habe man gedacht, wenn der KSC gegen die Würzburger Kickers spielt, dann spielt der Tabellenerste gegen den Zweiten, oder der Zweite gegen den Dritten. Tatsächlich aber muss man die Auseinandersetzung zwischen den beiden Zweitliga-Absteigern fast als „Kellerduell“ der 3. Liga bezeichnen: Am Samstag (14 Uhr/telekomsport.de) empfängt der KSC als Tabellen-14. den 17.

Die Kickers sind Pisots letztjähriger Verein. Sentimentalitäten aber leistet sich der frühere U19-Nationalspieler keine. „Es geht nur um drei Punkte. Alles andere ist egal.“ Der KSC ist zu Hause noch ungeschlagen und möchte es bleiben – allerdings nicht mit dem dritten Unentschieden, sondern mit dem vierten Sieg. Cheftrainer Alois Schwartz mahnt jedoch zur Vorsicht: „Würzburg hat acht seiner zehn Punkt auswärts geholt.“

Außerdem befinden sich die Kickers, was den Trainer anbelangt, in einer Art Schwebezustand. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen Unterhaching wurde ja Stephan Schmidt am 2. Oktober entlassen. Am Tag darauf, unter der Regie von Co-Trainer Michael Schiele, schied der FWK im bayerischen Pokal beim Regionalligisten 1860 Rosenheim im Elfmeterschießen (4:5) aus. Trotzdem wird Schiele aller Voraussicht nach nun auch im Wildparkstadion auf der Bank der Unterfranken sitzen.

Von Nebengeräuschen bei seinen Gästen darf sich der KSC nicht ablenken lassen. „Wir hatten Spiele mit 30 guten Minuten. Wir hatten Spiele mit 60 guten Minuten“, sagt Trainer Alois Schwartz. „Jetzt brauchen wir Spiele mit 90 guten Minuten.“ Deshalb habe er in den zurückliegenden Übungseinheiten schwerpunktmäßig an den Automatismen gearbeitet. Das Trainingsniveau in dieser Woche sei gut gewesen, berichtete Pisot. Die Stimmung sei ebenfalls gut.

Der KSC muss weiter ohne Kapitän Kai Bülow (Schambeinentzündung), Andreas Hofmann (OP an der Kniescheibe) und Oguzhan Aydogan (Meniskus-OP) spielen. Malik Karaahmet spielt mit der türkischen U17 bei der WM in Indien. Marcel Mehlem hat nach einer leichten Oberschenkelzerrung am Mittwoch das Mannschaftstraining wieder aufgenommen. Ob er schon einsatzfähig ist, bleibt abzuwarten. Marc Lorenz ist wegen seiner Roten Karte beim 3:1 im Viertelfinale des badischen Vereinspokals beim FC Nöttingen nur in diesem Wettbewerb gesperrt.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Siebeck (Mehlem), Wanitzek – Muslija, Fink, Lorenz – Stroh-Engel (Schleusener)