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09.03.2013

Karlsruher SC holt "Big Points" in Burghausen

Mit einem erzitterten 2:1-Auswärtssieg gegen Wacker Burghausen festigte der Karlsruher SC am Samstagnachmittag seine Tabellenführung in der Dritten Liga. Da die Konkurrenten im Aufstiegsrennen allesamt Punkte einbüßten, kann sich der KSC als Gewinner des Spieltags fühlen. Wie schon gegen Offenbach verpassten es die Badener jedoch, eine klare Führung ruhig herunterzuspielen.

Bildergalerie: Karlsruher SC gewinnt 2:1 gegen SV Wacker Burghausen

Personell unverändert schickte Markus Kauczinski sein Team ins Spiel gegen den Tabellen-Achten aus Burghausen. Nach einer zehnminütigen Abtastphase brachte dann gleich der erste Torschuss einen Treffer – Hakan Calhanoglu brachte den KSC per Foulelfmeter in Front. Dem zwölften Saisontor des Standardspezialisten ging ein schöner Pass von Klingmann voraus, van der Biezen nahm den leichten Kontakt eines Burghauseners bei der Ballannahme dann dankbar an - Elfmeter.

Anders als im Spiel gegen die Reserve von Borussia Dortmund vor drei Wochen, als der KSC ebenfalls früh per Elfmeter in Führung ging, dann aber kaum noch glänzen konnte, blieben die Badener weiterhin druckvoll. Belohnt wurden sie dafür schon in Minute 15, als Alibaz nach Vorarbeit von Hennings und Calhanoglu völlig frei im Strafraum satt zum zweiten Karlsruher Treffer vollstreckte.

Doch Burghausen ließ sich nicht einschüchtern, verstärkte viel mehr seine Offensivbemühungen. Viel zu schnell verlor der KSC seinen Zugriff aufs Spiel, folgerichtig das Anschlusstor durch Mokhtari nach 22 Minuten. Nachdem Haas und Peitz diesen auch mit vereinten Kräften nicht vom Ball trennen konnten, fasste sich der Marokkaner ein Herz und nagelte den Ball von der Strafraumkante unter die Latte. Ein ebenso schön anzuschauendes wie vermeidbares Karlsruher Gegentor.

Immer wieder Mokhtari sorgte für Gefahr – und verpasste dem KSC in der 36. Minute einen Schlag ins Gesicht. Allerdings nicht durch den Ausgleich, stattdessen ganz wörtlich. Peitz war es, der vor einem Einwurf auf einmal Mokhtaris Hände im Gesicht hatte. Bei strengerer Regelauslegung eine Tätlichkeit – Schiedsrichter Wingenbach zeigte nicht einmal Gelb. Mit seinem Temperamentsausbruch würgte der Marokkaner allerdings auch den Offensivschwung seines Teams ab, gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Karlsruher so wieder zu kleineren Chancen. Es bleib beim gerechten 2:1 aus Karlsruher Sicht nach einer torreichen und zum Ende hin auch rassigen Halbzeit.

Eine gute Chance unmittelbar nach Wiederanpfiff konnte der KSC verbuchen, dann ließen sich die Blau-Weißen schon wieder hinten einschnüren. Drei extrem gefährliche Bälle kamen allein zwischen der 53. und der 55. Minute aufs Karlsruher Tor, zweimal rettete Orlishausen, einmal in höchster Not die Latte, von der die Kugel gerade noch vor die Torlinie sprang. Immer wieder kam Burghausen so vor allem zu kleineren Chancen, scheiterte dabei allerdings oft am gut aufgelegten Orlishausen.

Immerhin defensiv stabilisierte sich der KSC im Verlauf der zweiten Halbzeit jedoch etwas, auch wenn offensiv nahezu gar nichts mehr klappte. Ähnlich sah es allerdings bei Burghausen aus, in einer zweiten Hälfte, die vor allem von der Spannung lebte. Effektiv passierte bis zum Ende jedoch nichts – 1:2 blieb der Endstand, als der schwache Schiedsrichter Wingenbach abpfiff. Ein Spiel, nach dem sich die Burghausener zurecht über einen verpassten Punkt ärgerten. Der KSC muss sich derweil fragen, warum er wie schon gegen Offenbach trotz einer 2:0-Führung zwischenzeitlich einbrach.

19 ungeschlagene Spiel in Folge stehen nun zu Buche, zudem eine gefestigte Tabellenführung. Der KSC kann sich als Gewinner des Spieltags fühlen, alle Konkurrenten büßten bei Unentschieden Punkte ein. Mit dem Sieg gegen Wacker, in der Hinrunde setzte es noch eine bittere Niederlage, ist auch klar, dass Arminia Bielefeld das einzige Team bleiben wird, dass dem KSC in dieser Saison überhaupt zweimal Punkte abjagen konnte.