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KSC ist weiter auf dem Vormarsch.
KSC ist weiter auf dem Vormarsch. © dpa
23.02.2013

Karlsruher SC holt in Saarbrücker Kälte nur Remis

Einmal mehr kein Tor kassiert – aber auch keines geschossen. 0:0 trennten sich der Karlsruher SC und der 1. FC Saarbrücken am Samstag auf einem tiefgefrorenen Platz. Der KSC verliert mit dem Remis trotz einer Serie von mittlerweile 17 ungeschlagenen Ligaspielen seine Tabellenführung.

Auf tiefgefrorenem Boden vergab Hennigs nach vier Minute eine erste Chance für die Badener, bei denen Alibaz Krebs aus der Startelf verdrängte. Frei auf das Tor zulaufend versprang dem Stürmer der Ball beim Abschluss und geriet dementsprechend ungefährlich. Auf der Gegenseite setzte Özbek nach acht Minuten aus der Ferne eine erste Duftmarke. Fünf Minuten später senkte sich ein weiterer Özbek-Versuch von der Strafraumkante bedrohlich hinter Dirk Orlishausen, prallte jedoch von der Latte ins Toraus.

Ähnlich viel Glück hatte wenig später jedoch auch Saarbrücken. Nach schönem Hacken-Trick von Klingmann, Hereingabe Hennings von rechts und Durcheinander im Strafraum konnte Saarbrückens Knipping den ins Tor trudelnden Ball gerade noch von der Linie kratzen. Ein geblockter Schuss von Varnhagen in Minute 25 was der KSC nachlegen konnte. Überraschend gut spielten die abstiegsgefährdeten Saarbrücker mit und kamen so immer wieder zumindest in die Nähe des Karlsruher Strafraums. Auf beiden Seiten häuften sich derweil individuelle Fehler auf schwer zu bespielendem Geläuf.

Erst in den letzten Minuten zeigten die Gäste Ansätze ihres starken Kombinationsspiels. Außer einigen ungenutzt verstrichenen Standards sprang dabei die bis dato beste Chance des Spiels heraus. Von Calhanoglu in Szene gesetzt jagte Hennings den Ball aus dem Lauf frei vor dem Saarbrücker Tor jedoch über den Kasten. Ohne Tore ging es somit in die Halbzeitpause.

Buchstäblich um ein Haar hätte Saarbrückens Sökler kurz nach Wiederanpfiff diesen Fakt geändert. Seinen Fernschuss erreichte Orlishausen nur noch knapp mit der Handfläche und lenkte ihn so an den linken Innenpfosten, wo das Spielgerät der Torlinie entlang aus dem Gehäuse sprang - Riesenglück für den KSC. Einmal mehr Hennings zwang dann wenig später in der 50. Minute Fernandez im Saarbrücker Tor ebenfalls mit einem Fernschuss zu einer starken Parade. Doch das Tor schien für den Stürmer wie vernagelt zu sein. Auch in der 56. Minute, dieses Mal nach einer Ecke, konnte Hennings Kopfball von einem Saarbrücker Abwehrmann gerade noch auf der Linie geklärt werden.

Danach pendelte das Spiel zwischen Kampf, Platzfehlern und individuellem Unvermögen. Erst zehn Minuten vor dem Ende war es der KSC, der wieder für Gefahr im Strafraum sorgte. Zum dritten Mal rettete dabei ein Saarbrücker auf der Linie, erneut nach einer Ecke. Aus dem nichts schnürten die Badener Saarbrücken die Luft zum Durchatmen ab. Doch obwohl sich das Spiel die letzten zehn Minuten nahezu ausschließlich in der Saarbrücker Hälfte abspielte, die über 2.500 mitgereisten Karlsruher Fans noch einmal alles mobilisierten, am Ende 12:1 Ecken für den KSC zu Buche standen – etwas Zählbares sprang auch bei Silvano Varnhagens Kopfball eine Minute in der Nachspielzeit nicht mehr heraus.

Der KSC muss sich somit mit einem Remis begnügen und verliert damit durch den Sieg des Konkurrenten aus Osnabrück die Tabellenführung. Gegen einen engagierten Gegner und auf durchgefrorenem Boden fanden die Badener unter dem Strich zu selten zu ihrem Kombinationsspiel, die wenigen klaren Chancen verstrichen zudem ungenutzt. Gegen die Offenbacher Kickers ist die Mannschaft am nächsten Samstag daheim gefordert, im Aufstiegsrennen erst gar nicht ins Hintertreffen zu geraten.