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Karlsruher SC

Karlsruhes Anton Fink (l) und Kaiserslauterns Andre Hainault kämpfen um den Ball. Foto: dpa
27.08.2018

Karlsruher SC kommt in Kaiserslautern nicht über ein 0:0 hinaus

Karlsruhe. So richtig zufrieden war nach dem torlosen Südwestderby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC, das erstmals in der 3. Liga stattfand, eigentlich niemand. Weder die gastgebenden Pfälzer, die nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen eine Wende hinlegen wollten, noch die Badener. Denn die hätten, erstmals wieder seit dem 24. Oktober 1992 (3:2), den Betzenberg durchaus als Sieger verlassen können.

Speziell in der ersten Halbzeit ließ der KSC „einige Hochkaräter“, wie Stürmer Anton Fink sagte, ungenutzt. „Das war natürlich nicht der Befreiungsschlag, den wir uns vorgenommen hatten“, formulierte Kaiserslautern Angreifer Timmy Thiele die Enttäuschung der Hausherren.

Bildergalerie: 1. FC Kaiserslautern gegen Karlsruher SC

„Aus meiner Sicht haben wir ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht“, fasste der Karlsruher Cheftrainer Alois Schwartz die einschließlich der Nachspielzeit über 95 Minuten bei den „Roten Teufeln“ zusammen. „Dieser Punkt war mehr als verdient.“ Etwas mehr ins Detail ging Oliver Kreuzer, der Sportdirektor des KSC: „Das war eine gute Reaktion auf das 0:6-Pokalaus gegen Hannover. Die Mannschaft hat sehr gut und kompakt verteidigt. Aber: im Spiel nach vorne müssen wir uns nach wie vor verbessern.“

In den ersten 20 Minuten der fairen, aber mit harten Bandagen geführten Partie (Fink: „Wir sind keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen“) hatten beide Mannschaften je eine sehr gute Möglichkeit, in Führung zu gehen. Zunächst setzte Anton Fink Marvin Pourié in Szene, der am ihm entgegenstürzenden FCK-Keeper Jan-Ole Sievers scheiterte (10.). Auf der anderen Seite lupfte Lukas Spalvis eine Vorlage, die er zunächst sauber mit der Brust angenommen hatte, aus sieben Metern über das KSC-Tor (19.). Anschließend erarbeiteten sich die Wildparkprofis jedoch ein Übergewicht, aus dem in der ersten Halbzeit ein Eckballverhältnis von 5:0 für die Karlsruher resultierte.

Chancen vergeben

Aber auch aus dem Spiel heraus hätte durchaus das 1:0 für die Badener fallen können. Sievers jedoch parierte die Schüsse von Martin Röser (32.) und David Pisot (44.). Fink traf nach einer Auflage von Pourié den Ball nicht richtig (34.), und Marvin Wanitzek schoss von links knapp am langen Pfosten vorbei (42.).

Nach dem Seitenwechsel sah sich der KSC dann verstärkten Angriffsbemühungen seiner Gastgeber ausgesetzt. Der FCK verbuchte innerhalb von fünf Minuten (49. bis 53.) sechs Eckbälle, die, wie auch die meisten Freistöße der Pfälzer, vom früheren KSC-Spieler Florian Dick ausgeführt wurden. „Den Druck des FCK bis etwa zur 60. Minute haben wir aber cool überstanden“, lobte Schwartz seine Schützlinge, „und hinten raus war das Spiel wieder offen. Justin Möbius hätte noch das Tor für uns machen können (90.+2), aber Sievers hat gut gehalten.“

Drei Auswärtsspiele – in Braunschweig, bei Fortuna Köln und am nun beim FCK - fünf Punkte: „Das ist sehr ordentlich“, machte der KSC-Coach deutlich, zumal alle drei Gegner „gute Mannschaften“ waren. „Zuhause aber müssen wir besser spielen.“ Und zwar schon am nächsten Samstag, gegen die Sportfreunde Lotte. Dann soll der zweite Saisonsieg her.