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Erneut Grund zu feiern hatten die Spieler des KSC nach dem Sieg gegen den SV Darmstadt 98 © O'Brien
10.11.2012

Karlsruher SC marschiert: Fünfter Sieg in Folge

Karlsruhe. Der Karlsruher SC reitet in der Dritten Liga weiter auf der Erfolgswelle. Gegen den SV Darmstadt gelang nach einigen Mühen bereits der fünfte Pflichtspielsieg in Folge. Als Tabellenfünfter befindet sich der Club nun wieder mitten im Aufstiegsrennen.

Bildergalerie: KSC gewinnt gegen Darmstadt 98

KSC-Coach Markus Kauczinski konnte hierbei zumindest in der Defensive kaum mehr als ein Rumpfteam aufbieten. Nachdem bereits Daniel Gordon, Dennis Kempe und Martin Stoll gesperrt oder verletzt ausfielen, gesellte sich kurzfristig auch der erkältete Not-Innenverteidiger Steffen Haas zu den Defensiv-Ausfällen. Der erst siebzehnjährige Kevin Akpoguma kam somit zu seinem Profidebüt in der Innenverteidigung. Sebastian Schiek vertrat auf links Kempe.

Obwohl der Karlsruher Defensive dieser Aderlass anfangs anzumerken war, waren es die Badener, die nach einer Viertelstunde zum ersten Schuss auf das Tor kamen. Nach schöner Vorarbeit von Klingmann und Hennings geriet van der Biezens Schuss jedoch zu schwach, um Darmstadts Keeper Zimmermann in Bedrängnis zu bringen.

Der KSC zeigte sich gerade über außen weiterhin bemüht und über weite Teile der ersten Halbzeit spielbestimmend. Außer einem Fernschuss von Silvano Varnhagen kurz vor der Pause sprang dabei jedoch wenig Zählbares heraus.

Darmstadt konzentrierte sich derweil nahezu ausschließlich auf die Defensive, erst mit dem Pausenpfiff entstand wieder einmal etwas wie Gefahr vor dem Karlsruher Tor. Nach einer Reihe von Fehlern in der badischen Defensive „krönte“ Akpoguma diese beinahe noch mit einem Eigentor. Der Ball trudelte nach einiger Verwirrung im Strafraum schließlich knapp neben dem Kasten von Dirk Orlishausen vorbei.

Nachdem der Darmstädter Abwehrchef Benjamin Gorka gelb-rot-gefährdet zur Pause ausgewechselt wurde, war es wieder einmal ein Freistoß von Hakan Calhanoglu, der für Gefahr sorgte. Den Kopfball nach dem Standard von der linken Seite konnte Jan Zimmermann jedoch gerade noch von der Linie kratzen.

Eine Variante, die sich in ähnlicher Form auch in der 65. Minute wiederholte. Freistoß Calhanoglu, Tor Peitz – doch Schiedsrichter Kempter entschied zu Recht auf Abseits. Der KSC drängte nun auf das Führungstor.

Eine ohnehin fleißiger Rouwen Hennings war es dann in Minute 73, der die gut 10.000 Zuschauer im Wildpark erlöste. Nach schönem Pass von van der Biezen verwandelte Hennings großartig von der Strafraumkante. Das siebte Saisontor für den Top-Scorer der Badener.

Darmstadt zerfiel nun kurzfristig: Nur zwei Minuten später folgte so das 2:0 für den KSC. Eine Ecke von Calhanoglu köpfte Danny Latza unglücklich ins eigene Tor. Die Entscheidung in einem durchwachsenen Spiel.

Ein mühevoller, jedoch absolut verdienter Sieg der Karlsruher gegen tiefstehende Darmstädter. Mit Tabellennachbar Hansa Rostock wartet am nächsten Wochenende nun ein ganz anderes Kaliber auf die Badener – die nach dem neuerlichen Zu-Null wieder alleine die beste Defensive der Liga stellen.