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21.07.2013

Karlsruher SC mit Auftaktsieg in Frankfurt

Neue Saison, alte Muster: Aus einer sicheren Defensive heraus gewinnt der Karlsruher SC zum Auftakt der Zweiten Bundesliga 1:0 beim FSV Frankfurt. Gegen das Überraschungsteam der vergangenen Saison konnten sich die Badener auf eine altbekannte Stärke verlassen.

Bildergalerie: KSC siegt beim FSV Frankfurt

Allzu stark hatte sich das Gesicht der Karlsruher Elf über die Sommerpause nicht verändert. Neuzugang Michael Vitzthum ersetzte den verletzten Linksverteidiger Dennis Kempe, Reinhold Yabo den angeschlagenen Gaetan Krebs und der aus Halle gekommene Dennis Mast trat gemeinsam mit Selcuk Alibaz das schwere Calhanoglu-Erbe auf den offensiven Außenbahnen an. Ansonsten begannen in Defensive und Offensive bewährte Aufstiegskräfte.

So war es dann auch eine der großen Stärken der Karlsruher Aufstiegssaison, die zur ersten Torchance des Spiels führte. Nach einer knappen Viertelstunde köpfte Vitzthum einen Freistoß von Alibaz knapp neben das Tor. Schon in der vergangenen Spielzeit sorgten KSC-Standards häufig für gefährliche Szenen im gegnerischen Strafraum. Ansonsten passierte wenig, deutlich waren beide Teams auf Fehlervermeidung bedacht.

Während das spielerische Niveau bei über 30 Grad stetig dahinschmolz, sorgte Koen van der Biezen nach 35 Minuten für eine Doppelchance. Seinen ersten Schuss von halblinks parierte FSV-Keeper Klandt, eine Minuten später zielte der Holländer bei einer noch besseren Chance von halbrechts knapp über das Tor. Daniel Gordon setzte in der 39. Minute mit einem Kopfball nach Alibaz-Ecke eine weitere Duftmarke für nun stärker werdende Gäste.

Bis zur Pause blieb es allerdings beim torlosen Remis in einem äußerst durchwachsenen Zweitligaspiel. Positiv aus Karlsruher Sicht: Gegen den Tabellenvierten der letzten Zweitligasaison präsentierte sich die badische Defensive gewohnt sattelfest.

Der FSV Frankfurt kam besser aus der Pause, ohne dabei zu zwingenden Torchancen zu kommen. Die beste Gelegenheit des Spiels bis dahin hatte auf der Gegenseite dafür Rouwen Hennings. Unbedrängt setzte er seinen Kopfball aus knapp zehn Metern in der 56. Minute über die Querlatte.

Trotz lautstarker Unterstützung von über 3000 mitgereisten Karlsruher Fans verflachte die Partei danach erneut. Erst in der 73. Minute war es der eingewechselte Frankfurter Pagenburg, der mit einem Fernschuss für Gefahr sorgte. Dieser strich nur ganz knapp am rechten Gästepfosten vorbei.

Beim KSC ging fast gar nichts mehr – zumindest nicht aus dem Spiel heraus. Doch auch ohne Hakan Calhanoglu scheinen die Gesetzmäßigkeiten der vergangenen Saison noch zu gelten. Punktgenaue Ecke von Alibaz, platzierte Kopfballabnahme des völlig ungedeckten Peitz, 0:1. Die schmeichelhafte Karlsruher Führung nach altbekanntem Standard-Muster.

In der Nachspielzeit hätte van der Biezen noch zum 0:2 erhöhen können, verzog seinen Kopfball nach Klingmann-Flanke allerdings. Letztlich war es egal, FIFA-Schiedsrichter Florian Meyer erlöste die Badener nach drei Minuten Nachspielzeit mit dem Abpfiff. Alles in allem schmeichelhafte drei Punkte für die Gäste. Gleichwertig waren die Karlsruher jedoch in jedem Fall – und könnten somit die Basis für eine erfolgreiche Spielzeit gelegt haben.