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05.10.2013

Karlsruher SC mit Last-Minute-Niederlage gegen den 1. FC Köln

Bei vier gegnerischen Aluminium-Treffern viel Glück gehabt, dann aber doch unglücklich in letzter Minute verloren: Der Karlsruher SC steht nach dem 1:2 im Wildparkstadion gegen den 1. FC Köln mit leeren Händen da. Dabei kam der Gästesieg kurios zu Stande, unter anderem vergaben die Geißböcke zwei Elfmeter innerhalb kürzester Zeit.

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Eine runderneuerte Elf schickte KSC-Trainer Markus Kauczinski aufs Feld. Michael Vitzthum, gegen Aue noch nicht einmal im Kader, ersetzte Dennis Kempe als Linksverteidiger. Dominic Peitz verlor seinen Platz in der Doppel-Sechs an Silvano Varnhagen. Gleich ganz aus dem Kader flogen die Aue-Starter Dennis Mast und Rouwen Hennings, für sie rückten Gaetan Krebs und Dimitri Nazarov in die Elf. Letzterer fungierte im neuen 4-2-3-1-System als hängende Spitze hinter Koen van der Biezen.

Der KSC begann deutlich präsenter als in der Vorwoche gegen Aue, hatte jedoch Glück, nicht schon nach neun Minuten in Rückstand zu geraten. Kölns Patrick Helmes nagelte den Ball bei seiner Chance jedoch an den Pfosten. Viel mehr passierte offensiv in den ersten 20 Minuten allerdings nicht, der KSC stellte sich gegen die individuell eigentlich überlegenen Kölner Aufstiegsanwärter geschickt an. Erst in der 25. Minute brach die Klasse der Gäste wieder einmal durch, dieses Mal scheiterte Helmes an Dirk Orlishausen im KSC-Tor.

Offensiv kam von den Badenern allerdings wenig bis nichts. Köln hatte kaum mehr Chancen, dafür aber hochkarätige. Nachdem Orlishausen im Strafraum Kölns Ujah abräumte und somit einen glasklaren Elfmeter produzierte bot sich Marcel Risse gar die Chance vom Punkt aus. Der knallte den Ball jedoch an die Querlatte.

Es war der Startschuss für eine verrückte Phase. Schon drei Minuten später, in der 42. Minute, der nächste Elfmeter für Köln. Vorrausgegangen war dies Mal ein angebliches Handspiel van der Biezens nach einem Freistoß. Tatsächlich prallte der Ball an den angelegten Arm des Niederländers, eine höchst streitbare Entscheidung von Schiedsrichter Felix Zwayer. Statt Risse schnappte sich nun Helmes den Ball – mit ähnlichem Ausgang. Dieses Mal war es der rechte Pfosten, der für den KSC rettete. Eine in weiten Phasen sehr taktische Halbzeit hatte mit zwei vergebenen Alu-Elfmetern ihr ebenso turbulentes wie kurioses Ende gefunden.

Der KSC verbuchte erst nach 50 Minuten seine erste große Torchance, als Nazarov bei einem Konter nach starker Vorarbeit Yabo knapp an FC-Keeper Timo Horn scheiterte. Zwei Minuten später krönte sich Koen van der Biezen dann jedoch zum Lehrmeister in Sachen Effektivität. Nach Flanke von Nazarov kam der Holländer vor Horn an den Ball – das 1:0. Ärgerlich für die Kölner, die eigentlich schon längst in Führung hätten sein müssen. Stattdessen trafen die Geißböcke zwei Minuten später nach einem Freistoß erneut den Pfosten.

In der 58. Minute war es mit der Karlsruher Herrlichkeit jedoch vorbei, als Helmes eine seiner vielen Chancen dann einmal nutzte und nach Flanke von Slawomir Peszko aus kürzester Distanz zum Ausgleich verwandelte. Gegenspieler Vitzthum hatte dem Torschützen dabei kaum etwas entgegengesetzt. Das Spiel gestaltete sich nun wieder wie in Hälfte eins, mit einem stärkeren Gast und einer Heimelf, die das bestmögliche tat, um hinten sicher zu stehen. Immer wieder kam Köln jedoch zu Chancen, scheiterte dabei nur an der eigenen Schludrigkeit.

So war es in der 89. Minute doch eine sehr glückliche Situation, die Köln den Sieg brachte. Miso Brecko tankte sich irgendwie durch den Karlsruher Strafraum, Vitzthum schoss den Ball letztlich an Breckos Unterschenkel, von da rollte der Ball an Orlishausen vorbei ins Tor. Alles in allem eine verdiente Karlsruher Niederlage, bei der Glück und Pech jedoch ganz nah beieinander lagen.