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KSC-Neuzugang Daniel O’Shaughnessy (rechts, hier im Testspiel gegen den FC Brügge) könnte gegen Darmstadt sein Pflichtspieldebüt für die Badener geben.  Foto: dpa 

Karlsruher SC mit Volldampf gegen Darmstadt

Karlsruhe. Die Winterpause war nur kurz und zu Beginn des neuen Fußball-Jahres steht für den Zweitligisten Karlsruher SC gleich eine Englische Woche auf dem Programm. Zu deren Auftakt und im ersten Pflichtspiel 2022 sind die Wildparkprofis an diesem Samstagabend (20.30 Uhr/Sport1 und Sky) beim SV Darmstadt 98 zu Gast.

 Die Hessen haben sich nach einem – vor allem durch corona-bedingte Ausfälle – schwachen Saisonstart und zum Beispiel einer 0:3-Niederlage im Hinspiel am 30. Juli vergangenen Jahres auf Rang zwei hochgearbeitet und gehen als Favorit ins Rückspiel. Denn abgesehen vom Tabellenplatz sprechen diesmal auch die personellen Voraussetzungen für die „Lilien“. Während Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht aus dem Vollen schöpfen kann, hat diesmal sein Karlsruher Kollege Christian Eichner große Sorgenfalten auf der Stirn.

Denn neben den Verletzten Malik Batmaz, Robin Bormuth, Kyoung-Rok Choi und Sebastian Jung muss er auch den Gelb-gesperrten Tim Breithaupt ersetzen. Deshalb gehört mit Efe-Kaan Sihlaroglu (16), Stefano Marino (17) und Tim Rossmann (18) ein Trio aus dem „Talentschuppen“ des KSC zum Aufgebot für die Aufgabe in Darmstadt. Trotzdem meinte der KSC-Coach „werden wir versuchen, erfolgreich ins neue Jahr zu starten und in Darmstadt zu gewinnen.“

Veränderungen

Wie seine Startelf und Grundordnung am Böllenfalltor aussehen wird, ließ sich Eichner am Freitag natürlich nicht entlocken. Aller Voraussicht nach wird jedoch Neuzugang und Innenverteidiger Daniel O’Shaughnessy sein Pflichtspieldebüt für den KSC geben. Daraus folgend könnte Christoph Kobald im defensiven Mittelfeld zum Einsatz kommen. Außerdem ist auf der rechten Seite mit Marco Thiede vor Ricardo Van Rhijn zu rechnen und Fabian Schleusener auf links Außen beziehungsweise als zweite Spitze.

„Die Systemfrage wird mir jedoch meistens zu groß geschrieben“, sagt Eichner. „Da sind grundsätzliche Dinge wichtiger. Wenn Du die nicht auf den Platz bringst, wirst Du auf Dauer keinen Erfolg haben.“ Ihm komme es primär auf „die Haltung“ an. „Du musst klar sein, bereit sein, musst dich auf das Spiel freuen.“ Denn in Darmstadt gehe es „direkt zur Sache. Da kommt was auf uns zu.“

Unter anderem werden für die Hausherren die früheren KSCler Matthias Bader und Marvin Mehlem auflaufen. Und über welche Qualitäten die Hessen sonst noch verfügen, erklärt der KSC-Coach am Beispiel von Benjamin Goller, der in der vergangenen Saison von Bremen ausgeliehen im Wildpark sozusagen „Stamm“ spielte und aktuell von Werder an den SV 98 verliehen wurde. „Benni kommt bei den Lilien praktisch gar nicht zum Zug.“

Zugriff auf Transfermarkt?

Auf die Frage, ob der KSC als Reaktion auf die erneute Verletzung von Leon Jensen (Kreuzbandriss im Juli vergangenen Jahres / jetzt im Trainingslager: Knorpelabsplitterung im rechten Knie, OP am kommenden Montag oder Dienstag) auf dem Transfermarkt noch einmal tätig werde, sagte Eichner: „Klar, wir haben damit gerechnet, dass er im Februar oder März ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft sein kann. Das hat sich jetzt natürlich geändert. Wir werden in den nächsten Tagen überlegen: brauchen wir einen Ersatz oder nicht? Machen wir was, oder nicht? Grundsätzlich sind wir auf dieser Position aber eigentlich breit aufgestellt.“   

Mögliche KSC-Startelf: Gersbeck – Van Rhijn, Gordon, O‘Shaughnessy, Heise – Kobald – Thiede, Wanitzek, Gondorf, Schleusener – Hofmann.