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Karlsruher SC besiegt Dortmund II. © Kaiser
16.02.2013

Karlsruher SC müht sich zu Sieg gegen Dortmund II

Glanzlos und knapp konnte der Karlsruher SC am Samstag seine Tabellenführung in der Dritten Liga verteidigen. Gegen die Reserve von Borussia Dortmund reichte ein frühes Tor von Hakan Calhanoglu zu einem 1:0-Sieg. Der Abstiegskandidat aus dem Ruhrgebiet hatte dabei durchaus Chancen auf ein Remis.

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Erwartungsgemäß personell unverändert begann der KSC – und standesgemäß offensiv. Keine zwei Minute waren um, da war Hakan Calhanoglu seinem Ziel, in jedem Spiel nach dem Winter zu treffen schon wieder einen Schritt näher. Einen berechtigten Elfmeter verwandelte der Edeltechniker sicher ins rechte Eck. Zuvor hatte Dortmunds Knappmann einmal mehr die Fußballer-Weisheit bestätigt, dass Stürmer im eigenen Strafraum nichts verloren haben und Gordon dort zu Fall gebracht.

Bildergalerie: Karlsruher SC besiegt Dortmund II

Kurz darauf verpasste es Koen van der Biezen, schon früh für klare Verhältnisse zu sorgen. Aus guter Schussposition entschied sich der Niederländer für einen Querpass auf Gaétan Krebs – und vertändelte so eine gute Chance. Stattdessen bewies nun die Dortmunder Reserve Moral und rannte gegen den frühen Rückstand an.

In Person von Jonas Hofmann gelangen den Dortmundern so auch zwei gefährliche Szenen, ein Freistoß (21.) und ein Abschluss im Strafraum (29.) verfehlten das Tor jedoch beide knapp. Auch ein Kopfball nach einer Ecke kurz vor der Pause segelte nur knapp über das Tor von Dirk Orlishausen. Die Karlsruher Nummer 1 konnte sich mit der am Freitag erfolgten Vertragsverlängerung bis 2015 ohnehin nochmals im Vertrauen der sportlichen Leitung bestärkt sehen. Der Schlussmann zahlte es mit einer starken Leistung vor und nach der Pause zurück.

Verdient, aber bei Weitem nicht ungefährdet hielt das frühe 1:0 somit bis zur Pause. Unverändert blieb das Bild allerdings auch nach Wiederanpfiff. Dortmund mühte sich, ohne dabei allzu viel Gefahr zu erzeugen. Der KSC konterte derweil, blieb dabei aber ebenso ineffektiv. Zweimal Peitz und einmal Hennings vergaben dabei die besten Gelegenheiten.

Bis zum Schluss blieb es eine schwache Partie. Nach einer überlangen Nachspielzeit mit weiteren der unzähligen Dortmunder Standardsituationen, die ohne Resultat verstrichen hatte, auch Schiedsrichter Giese ein Einsehen und machte mit seinem Schlusspfiff den Karlsruher Arbeitssieg perfekt. Ein ungewohnt ereignisarmes Spiel der Karlsruher, denen es mit drei Punkten im Rücken allerdings egal sein wird. Im Publikum hatten sich einige der knapp 12.000 Zuschauer nach dem frühen Führungstreffer derweil wohl auf ein Schützenfest eingestellt – zu Unrecht, wie sich zeigen sollte.

Der KSC bleibt durch den Sieg weiter Tabellenführer, ohne sich jedoch absetzen zu können. Auch die punktgleichen Konkurrenten aus Osnabrück und sowie die drei Punkte weniger zählenden Münsteraner konnten dreifach punkten, einzig Heidenheim ließ bei seiner Niederlage in Chemnitz Federn. Am nächsten Wochenende steht mit dem Auswärtsspiel in Saarbrücken eine weitere "Pflichtaufgabe" für den KSC an.