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Der Karlsruher SC ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals an Regionalligist Kickers Offenbach gescheitert.
KSC stolpert in Offenbach © dpa
Der Karlsruher SC ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals am Regionalligist Kickers Offenbach gescheitert.
KSC scheidet aus © dpa
28.10.2014

Karlsruher SC scheitert an Regionalligist Kickers Offenbach

Pokalschreck Kickers Offenbach hat wieder zugeschlagen. Der Traditionsclub aus der Fußball-Regionalliga Südwest gewann am Dienstagabend mit 1:0 (0:0) gegen den Zweitligisten Karlsruher SC und zog dadurch wie schon in den Jahren 2010 und 2012 ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein.

16 106 Zuschauer auf dem Bieberer Berg feierten euphorisch den Siegtreffer von Benjamin Pintol in der 62. Minute. Der Erfolg des Viertligisten war völlig verdient, da der OFC mit großem Einsatz und hervorragend organisiert spielte, während der KSC enttäuschte.

«Wir wollen an die große Pokaltradition von Kickers Offenbach anknüpfen», hatte Trainer Rico Schmitt vor dem Spiel gesagt, entsprechend selbstbewusst trat seine nun seit 15 Pflichtspielen in Serie ungeschlagene Mannschaft dann auch auf. Der OFC drängte den Favoriten zu Beginn beider Halbzeiten weit zurück und hatte durch Giuliano Modica (4.) auch die erste Torchance der Partie.

Der KSC war technisch besser, machte daraus aber zu wenig. Manuel Gulde scheiterte zunächst per Kopfball an Torwart Daniel Endres und setzte dann auch noch den Nachschuss aus fünf Metern drüber (16.).

Je länger es 0:0 stand, desto lauter wurde die Unterstützung der Fans auf dem Bieberer Berg, und desto mutiger wurden die Kickers. Christian Cappek traf nach einer Stunde nur den Pfosten. Eine Minute später nutzte Pintol einen Fehler von KSC-Torwart Dirk Orlishausen und schob ins leere Tor ein. Danach war der OFC dem 2:0 näher als der ideenlose KSC dem Ausgleich. Schon 2002 und 2005 hatten die Offenbacher die Karlsruher aus dem Pokal geworfen.

Für den immer noch in einem Insolvenzverfahren steckenden Pokalsieger von 1970 bedeutet der Achtelfinal-Einzug eine sehr willkommene Zusatzeinnahme von mindestens 530 000 Euro.