nach oben
Oliver Kreuzer darf sich freuen: Der KSC ist wieder in der Erfolgsspur zurück. Foto: dpa
Oliver Kreuzer darf sich freuen: Der KSC ist wieder in der Erfolgsspur zurück. Foto: dpa
22.03.2019

Karlsruher SC setzt gegen FC Hansa Rostock auf Kontinuität

Karlsruhe. Seine Mannschaft habe bei ihrem 2:0-Sieg in Cottbus am vergangenen Sonntag „das Gesicht gezeigt, das ich sehen will“. Das sagte KSC-Trainer Alois Schwartz vor dem Drittliga-Heimspiel gegen den FC Hansa Rostock. Die Karlsruher Fußballer seien in der Lausitz „lauf- und kampfstark“ aufgetreten. An die Leistung im Stadion der Freundschaft müsse der KSC am Samstag (live, 14.00 Uhr/SWR) anknüpfen.

Es werde einmal mehr darauf ankommen, „die Kleinigkeiten richtig zu machen“, sagte Schwartz. Auf dem Weg, der den KSC zurück in die 2. Liga führen soll, „warten noch neun schwere Spiele“, warnt Oliver Kreuzer, der Sportdirektor des Tabellenzweiten (54 Punkte). Gegenüber seinen Verfolgern SV Wehen Wiesbaden und Halle scher FC (beide 49) hat der KSC vor dem 30. Spieltag fünf Punkte Vorsprung. „Noch ist nichts in trockenen Tüchern – für keine Mannschaft.“ Kreuzer meint also, dass auch der derzeitige Ligaprimus VfL Osnabrück (58) noch nicht durch ist.

Rostock (41) schiele sicher noch auf Platz drei, und „mit einer kleinen Serie“, sei der FC Hansa auch schnell wieder oben dran. Deshalb werde die Mannschaft von Jens Härtel auf der Baustelle Wildparkstadion auf Sieg spielen, vermutet Kreuzer. „Wir wollen dort gewinnen“, bestätigt der Gästecoach, dessen Schützlinge seit vier Spielen ungeschlagen sind.

Die Hanseaten müssen jedoch unter anderem auf ihren bisher besten Torschützen Cebio Soukou (neun Treffer) verzichten, der am Sonntag für Benin in der Qualifikation für den Afrika-Cup gegen Togo spielt. Der Rostocker Innenverteidiger Julian Riedel ist Gelb-gesperrt. Dass Kai Bülow (Gehirnerschütterung) im Wildparkstadion, also an seiner vorherigen Wirkungsstätte aufläuft, ist eher unwahrscheinlich. Und Dirk Orlishausen kehrt nur als Torwarttrainer an den Adenauerring zurück.

Die personellen Probleme der Hausherren sind geringer: Karlsruhes Marc Lorenz muss nach zehn Verwarnungen eine Zwangspause einlegen. Ansonsten stehen alle Stammspieler zur Verfügung.

Ersatzkeeper Sven Müller fällt wegen eines Bandscheibenvorfalls aus. Martin Röser hat nach seinem Rippenbruch noch Trainingsrückstand.

Wer Lorenz ersetzt, ließ KSC-Trainer Schwartz bei der Pressekonferenz offen. Er deutete am Donnerstag aber die Alternativen an: Burak Camoglu, Kyoung-Rok Choi und Sercan Sararer. Weitere Änderungen seiner in Cottbus erfolgreichen Startaufstellung zeichnen sich nicht ab. Christoph Kobald habe gegen den FC Energie im defensiven Mittelfeld „ein sehr gutes Spiel“ gemacht, so Schwartz.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler, Kobald, Wanitzek, Camoglu – Fink – Pourié

Hochrisikospiel

Als Hochrisikospiel gilt die Begegnung Karlsruher SC gegen FC Hansa Rostock. Grund dafür sind wiederholte Auseinandersetzungen zwischen beiden Fan-Lagern. Die Karlsruher Polizei hat sich nun mit offenen Briefen an die Anhänger gewandt, Einsatzleiterin Gabi Evers an die Vernunft appelliert. In ihrem Einsatzkonzept setzt die Polizei vor allem auf Kommunikation. Aufgrund ihrer gelben Westen werden die speziell geschulten Beamten der „Anti-Konflikt-Teams“ gut erkennbar sein. Nach Spielende dürfte es zu einer Sperrung des Adenauerrings kommen. Besucher, die zur Straßenbahn wollen, sollten den Ausgang „Fasanengarten“ und den Weg über den Schlossgarten wählen.