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KSC-Trainer Alois Schwartz will im Heimspiel gegen KFC Uerdingen alles geben.  Foto: dpa 

Karlsruher SC setzt voll auf Heimsieg gegen Uerdingen

Karlsruhe. Fußball-Drittligist Karlsruher SC empfängt zum Start in die zweite englische Woche am Samstag (14 Uhr/SWR und telekomsport) den Aufsteiger und Tabellenführer Uerdingen.

Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage bezeichnet Coach Alois Schwartz die Heimbilanz des KSC als „mau“. Schwartz hofft, „dass wir jetzt endlich einmal die drei Punkte bei uns behalten können.“ Dazu müssen die Spieler „eine Schippe drauflegen“, wie Sportdirektor Oliver Kreuzer sagt. Auswärts gegen den Vfl Osnabrück stimmte zumindest das Ergebnis. „Dieser Sieg hat uns gutgetan“, sagt Manuel Stiefler über das 1:0: „Wir haben Selbstvertrauen getankt und werden alles dafür tun, gegen Uerdingen den ersten Heimsieg einfahren zu können.“

Der sich auf Kurs „Durchmarsch“ befindende KFC sei „vielleicht genau der richtige Gegner“, um den Bock endlich umzustoßen, meinte Siegtorschütze Anton Fink schon nach der Heimkehr aus Osnabrück. Favorit sei der KSC da sicher nicht.

„Das ist kein normaler Aufsteiger“, sagt Lothar Strehlau, Chefscout der Blau-Weißen: „Das ist eine verkappte Zweitligamannschaft.“ Dafür sprechen Namen wie Stefan Aigner (31 Jahre/früher Eintracht Frankfurt), Maximilian Beister (28/früher HSV und Mainz 05) oder Kevin Großkreutz (30/früher Borussia Dortmund und VfB Stuttgart). Dieserhat Uerdingen noch Dominic Maroh (31/vorher 1. FC Köln) geholt. Der Kader von Trainer Stefan Krämer ist nun mit sieben Spielern bestückt, die über Bundesligaerfahrung verfügen. Ein Großteil davon sind für seinen Karlsruher Kollegen Alois Schwartz so genannte „Unterschiedsspieler“, also Akteure, die in einer ausgeglichenen Begegnung über Sieg oder Niederlage entscheiden können. „Vor allem in der Offensive“, bescheinigt Schwartz den Gästen, „große individuelle Klasse.“ Und das Tor des Aufsteigers hütet auch kein Schlechter, sondern der frühere KSC-Keeper René Vollath (28).

In Karlsruhe musste Saliou Sané am Donnerstag wegen muskulärer Probleme das Training abbrechen. „Wir spielen am Mittwoch schon in Aalen, da gehen wir kein Risiko ein“, kündigte Schwartz an. An Sanés Stelle könnte Marvin Pourié in die Anfangsformation zurückkehren. Außerdem dürfte Martin Röser den in Osnabrück enttäuschenden Young-Rok Choi verdrängen. Justin Möbius, der gerade erst in den Kreis der Startspieler aufgerückt war, fällt wegen einer Gürtelrose aus – eventuell sogar länger.

Hunderte Schulanfänger werden im Stadion sein. Erstmals hatte der KSC allen neuen Erstklässlern plus einer Begleitperson eine kostenlose Karte angeboten.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Röser, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink, Pourié