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René Vollath
René Vollath
09.05.2016

Karlsruher SC taugt in Leipzig nicht zum Partyschreck

René Vollath redete Klartext: „Das geht auf meine Kappe“, sagt der Torhüter des Karlsruher SC über das zweite Gegentor bei der 0:2-Niederlage in der 2. Fußball-Bundesliga in Leipzig. „Da gibt’s nichts zu diskutieren – das war mein Fehler.“ Klar, das dürfe nicht passieren, sei aber keine „Qualitätsfrage“, sondern ein „Schnitzer“, der ab und zu, vielleicht einmal im Jahr, eben vorkomme.

Vollath hatte beim Stande von 1:0 für den zukünftigen Bundesligisten RB Leipzig einen harmlosen Freistoß von Marcel Halstenberg schon fast in den Händen, ließ den Ball dann aber noch über seine Fingerspitzen flutschen und ins Tor hoppeln (87.). Zu diesem Zeitpunkt standen die favorisierten Gastgeber nach dem 1:0 von Emil Forsberg (62.) allerdings schon mit mehr als einem Bein im Oberhaus des deutschen Fußballs. Denn die Wildparkprofis waren weit davon entfernt, die Rolle eines „Partyschrecks“ zu spielen. Wenn Dimitris Diamantakos mit der ersten von insgesamt nur zwei guten KSC-Chancen seine Mannschaft in Führung geschossen hätte (30.), „dann wird das ein ganz anderes Spiel“, meinte Vollath am Tag danach. Aber Fabio Coltorti zwischen den Leipziger Pfosten ist eben auch ein Meister seines Fachs. Er hielt seinen Kasten zum dritten Mal bei bisher vier Spielen gegen den KSC sauber. Neben Vollath und Diamantakos hatte RB Leipzig in seinem „Flugblatt“ zum Spiel gegen den KSC auch dessen Trainer Markus Kauczinski kurz vorgestellt – und Dominic Peitz (31). Das „Raubein“ der Liga senkte auch gegen die „Roten Bullen“ die Hörner und kassierte in seinem 330 Profispiel die 131. Verwarnung. Außerdem sah „Peitzer“ bisher siebenmal gelb-rot. Weil der KSC-Bus auf der Heimfahrt in einen Megastau geriet und erst um drei Uhr am Montagmorgen in den Wildpark zurückkehrte, fiel das gestrige Regenerationstraining aus. Am Mittwochnachmittag nehmen die KSCler dann die Vorbereitung auf das Saisonfinale gegen Arminia Bielefeld auf (Sonntag, 15.30 Uhr). „Wir wollen die Saison natürlich mit einem Heimsieg abschließen“, sagt René Vollath, „und den Trainer mit drei Punkten verabschieden.“ fal