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Haben sich wohl nichts mehr zu sagen: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther (links) will bis zum Rückrunden-Trainingsauftakt im Januar 2017 einen neuen Trainer vorstellen. Tomas Oral ist ab sofort nicht mehr für den Zweitligisten verantwortlich.
Haben sich wohl nichts mehr zu sagen: KSC-Präsident Ingo Wellenreuther (links) will bis zum Rückrunden-Trainingsauftakt im Januar 2017 einen neuen Trainer vorstellen. Tomas Oral ist ab sofort nicht mehr für den Zweitligisten verantwortlich. © dpa
04.12.2016

Karlsruher SC trennt sich von Trainer Oral - Was macht Notnagel Kauczinski?

Der Karlsruher SC hat Cheftrainer Tomas Oral und Co-Trainer Bernd Winter am Sonntagnachmittag mit sofortiger Wirkung von ihren Aufgaben entbunden. Das vermeldet der KSC in einer Pressemitteilung. „Die sportliche Situation hat sich durch unsere Niederlage gegen Greuther Fürth und die Ergebnisse der Konkurrenz am Wochenende noch einmal verschärft. Deshalb mussten wir handeln und wollen mit dem Trainerwechsel einen neuen Impuls setzen“, erklärte KSC-Sportdirektor Oliver Kreuzer.

In den ausstehenden beiden Spielen bis zur Winterpause bei Dynamo Dresden am Freitag, 9. Dezember, und gegen Eintracht Braunschweig am Samstag, 17. Dezember, wird U19-Trainer Lukas Kwasniok als Interimstrainer die Verantwortung für die KSC-Profis übernehmen. „Unser Sportdirektor ist beauftragt, ein Profil für den neuen Cheftrainer zu erstellen und eine geeignte Persönlichkeit auszusuchen. Der neue Cheftrainer soll bis zum Rückrunden-Trainingsauftakt Anfang Januar präsentiert werden“, so KSC-Präsident Ingo Wellenreuther.

Vor zehn Tagen hatte der CDU-Politiker per Pressemitteilung noch anders über Orals Zukunft beim KSC gesprochen. „Natürlich halten wir am Trainer fest. Jetzt muss die Mannschaft schauen, dass sie in die Spur kommt“, hatte er damals erklärt. Die Aussage fiel im Zusammenhang mit der vorzeitigen Trennung von Sportdirektor Jens Todt. Doch in Fankreisen wurde damals schon heftigst darüber spekuliert, wie lange sich Oral noch auf dem Trainerstuhl halten könne.

Tomas Oral war auf Markus Kauczinski gefolgt, der vier Jahre lang den KSC prägte und von der 3. Liga in die 2. Liga zurückführte und fast den Aufstieg in die Bundesliga geschafft hätte. Zuvor schon war Kauczinski mehrfach als „Feuerwehrmann“ und "Dauer-Notnagel" für das Traineramt eingesprungen, jeweils 2009, 2010 und 2011, bevor er im März 2012 für längere Zeit das Vertrauen der Vereinsführung erhielt. Ob er wieder einspringen wird? Nach seiner Entlassung als Trainer des Bundesligisten FC Ingolstadt 04 hätte er ja theoretisch Zeit. Bleibt nur die Frage, wie sehr das Verhältnis von Kauczinski und Wellenreuther überhaupt tragbar für solch eine wichtige Personalie ist.

Beim KSC wird man sich auch Gedanken machen müssen, wie es in der Frage des Stadionneubaus weitergeht, wenn das Team am Ende der Saison in die Drittklassigkeit absteigen sollte. Zum Jahreswechsel hätten sich die Vereinsfunktionäre sicherlich andere Diskussionsthemen gewünscht. 

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