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Das Hinspiel gegen Paderborn gewann der Karlsruher SC mit Marco Thiede (Mitte) mit 1:0. Zuletzt herrschte beim KSC in der Offensive allerdings Flaute (rechts Svante Ingelsson vom SCP).  Foto: Deck/dpa 

Karlsruher SC trifft auf „ICE Paderborn“

Karlsruhe. Als „Vollgasveranstaltung“ bezeichnete Christian Eichner das Spiel seines Karlsruher SC beim SC Paderborn, das an diesem Freitag (18.30 Uhr/Sky) ansteht. In Ostwestfalen werde kein D-Zug auf die Wildparkprofis zurollen, „sondern ein richtiger ICE“, so der KSC-Chefcoach.

Beim Bundesliga-Absteiger wiederum machte Trainer Steffen Baumgart keinen Hehl aus seinem Matchplan: „Unser Ziel muss sein, nach vorne zu spielen, den Gegner unter Druck zu setzen und Tore zu schießen.“

 Daraus, und aus der TV-Übertragung des verdienten 2:0-Sieges des SCP am Montagabend beim zuvor sechsmal ungeschlagenen FC St. Pauli in Hamburg, leitete Eichner die Vorgabe fürs eigene Team ab. „Wir müssen Paderborn die Geschwindigkeit nehmen und in Summe sehr gut verteidigen.“

 Dass die Hausherren einen Tag weniger Zeit hatten sich zu erholen, wird in Eichners Augen für den KSC kein Vorteil sein, sondern keine Rolle spielen: „Beide Mannschaften werden mehr oder weniger im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.“

Kapitän Gondorf wieder an Bord

Personell hat der KSC die etwas bessere Ausgangsposition. Während Paderborn auf seinen gelb-gesperrten Routinier und Innenverteidiger Uwe Hünemeier (35) verzichten muss, kann „Eiche“ bis auf die langzeitverletzten Dirk Carlson (Ermüdungsbruch Kreuzbein), Janis Hanek (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Sebastian Jung (muskuläre Probleme) auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Jerôme Gondorf hat ja seine durch zehn Verwarnungen verursachte Sperre abgesessen.

 Wie sich die Rückkehr des Kapitäns auf die Zusammenstellung der Karlsruher Anfangsformation auswirkt, ließ Eichner am Donnerstag offen. Wahrscheinlich wird Lukas Fröde zurück auf die Ersatzbank müssen. Außerdem rücken aller Voraussicht nach Xavier Amaechi und Malik Batmaz, die gegen Eintracht Braunschweig eine Startelf-Chance bekamen, wieder ins zweite Glied. Beide spielten ja nicht überzeugend.

 Die Rahmenbedingungen für ein gutes Spiel seien in Paderborn gegeben, so Eichner: „Guter Gegner, guter Platz.“ Und je besser der Kontrahent, „desto besser kommen wir selbst normalerweise in die Gänge“. Der KSC-Trainer strahlt also Optimismus aus.

Eichner fordert von seinen Spielern „eine Mischung aus defensiver Stabilität und hohem Attackieren“. Klar sei, dass der KSC gegenüber den Vorwochen vor allem beim Passspiel konzentrierter zu Werke gehen müsse, „um ins letzte Drittel vor dem SCP-Tor zu kommen und Chancen zu erarbeiten“. Das Spiel der Blau-Weißen nach vorne war zuletzt selten gefährlich.

 Auch wenn es den Karlsruhern nicht gelungen ist, die Heimspiele gegen St. Pauli und Braunschweig – beide endeten 0:0 – zu gewinnen und aktiv ins Aufstiegsrennen einzugreifen, sind sie immer noch die zweitbeste Mannschaft 2021 – seit Jahresbeginn hat der KSC genauso viele Punkte geholt, wie Spitzenreiter VfL Bochum. Zudem sind die Badener aktuell die zweitbeste Auswärtstruppe und haben zuletzt in der Fremde fünfmal in Folge gewonnen.

 

Mögliche KSC-Aufstellung: Gersbeck – Thiede, Bormuth, Kobald, Heise – Wanitzek, Gondorf – Goller, Choi, Lorenz – Hofmann