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Karlsruher SC trifft auf den SV Wehen: Spitzenspiel läutet den Endspurt ein

Karlsruhe. Sechs-Punkte-Spiel – ja, Endspiel – nein. Der Auseinandersetzung zwischen dem Drittliga-Dritten SV Wehen Wiesbaden (52 Punkte/Tordifferenz +17) und dem Zweiten Karlsruher SC (55/+17) am Sonntag (14 Uhr/Magenta Sport ) wird auf Seiten der Gäste „aufgrund der Tabellensituation“, wie Sportdirektor Oliver Kreuzer sagt, durchaus eine größere Bedeutung eingeräumt, als den Spielen zuvor.

Was das Aufstiegsrennen anbelangt, habe die Partie dennoch keine vorentscheidende Bedeutung. „Egal, wie es ausgeht“, sagt der Karlsruher Cheftrainer Alois Schwartz, „danach sind noch 21 Punkte zu vergeben.“

Spannend bleibt es sicherlich

Er wolle die Aufgabe in Wiesbaden „nicht hochstilisieren“, sagt Kreuzer, „aber auch nicht kleinreden.“ Letztlich aber sei es nur eins der letzten acht Spiele dieser Saison. „Klar, wenn wir verlieren, haben wir unseren Vorsprung komplett eingebüßt, aber auch, wenn wir gewinnen, sind wir noch nicht aufgestiegen.“ Dieser Kampf werde wohl erst „am drittletzten, vielleicht auch erst vorletzten Spieltag entschieden.“

Deshalb, fordert Stürmer Marvin Pourié von seiner Mannschaft, „am Sonntag konzentriert und mit viel Leidenschaft den nächsten Schritt zu gehen“. Der Aufstieg ist das schon seit geraumer Zeit offensiv kommunizierte Ziel der Wildparkprofis. „Um in Wiesbaden als Sieger vom Platz zu gehen, werden wir jeden Zentimeter abgrasen“, kündigt Pourié an, der mit 15 Treffern die Torschützenliste anführt. Die blamable 2:5-Heimspielniederlage im Hinspiel sei für ihn persönlich „Schnee von gestern“ und er glaube auch nicht, dass sie in den Köpfen seiner Mitspieler noch herumspuke.

Gastgeber Wehen Wiesbaden ist aktuell die mit Abstand offensivstärkste Mannschaft der Liga. 57 Tore hat sie erzielt. Im eigenen Stadion ist die Mannschaft von Trainer Rüdiger Rehm aber durchaus verwundbar Sieben Siege, zwei Unentschieden und sechs Niederlagen stehen da zu Buche.

Der Gegner hat mehr Druck

Die bisher letzte Heimpleite kassierte der SVWW vor drei Wochen, als das Spiel gegen den TSV 1860 München 0:1 endete. Die Hessen hätten nun „den etwas größeren Druck“ als sein KSC, meint Karlsruhes Sportdirektor Kreuzer.

Marc Lorenz wieder dabei

Beide Trainer können – zumindest was ihre Stammspieler angeht – aus dem Vollen schöpfen. Beim KSC hat Marc Lorenz seine Gelb-Sperre verbüßt und kehrt in die Startelf zurück, wie sein Trainer ankündigte. Gegenüber der Anfangsformation beim 1:1 gegen den FC Hansa Rostock ist außerdem denkbar, dass Burak Camoglu im rechten Mittelfeld aufläuft und Manuel Stiefler ins Zentrum rückt. In diesem Fall müsste Christoph Kobald auf die Ersatzbank.

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Camoglu, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié