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Der Karlsruher Philipp Klingmann (rechts) und der Wolfsburger Freitas Vieirinha-De (Mitte) kämpfen um den Ball. Im Hintergrund ist der Karlsruher Gaetan Krebs zu sehen. © dpa
03.08.2013

Karlsruher SC unterliegt Wolfsburg im DFB-Pokal

Ein Klassenunterschied war zwar nicht erkennbar - eine Überraschung lag jedoch ebenso wenig in der Luft. Mit 1:3(0:1) musste sich der Karlsruher SC am Samstagabend in der ersten DFB-Pokal-Runde dem VfL Wolfsburg geschlagen geben. Der individuellen Klasse des Erstligisten hatte der KSC trotz einer couragierten Leistung letztlich zu wenig entgegenzusetzen.

Bildergalerie: KSC scheitert an Wolfsburg - Szenen des Spiels

Drei Veränderungen zum Heimspiel gegen St. Pauli nahm Markus Kauczinski in seiner Startelf vor. Gaetan Krebs ersetzte Dennis Mast linksoffensiv, Ilian Micanski den an einer Mandelentzündung laborierenden Rouwen Hennings. Recht überraschend rückte für Reinhold Yabo, der auf den KSC-Coach zuletzt müde wirkte, zudem Silvano Varnhagen in die Startelf.

Wolfsburg wirkte von Beginn an bemüht, seine Favoritenrolle in ein Tor umzumünzen. Trotz Ballbesitzvorteilen dauerte es jedoch eine Viertelstunde bis zur ersten Gästechance. Nach Ecke von Diego und Naldos Verlängerung drückte Perisic den Ball aus kürzester Distanz auch direkt zur VfL-Führung ins Tor. Der KSC tat sich offensiv derweil sehr schwer, kam erst nach einer knappen halben Stunde zu seiner ersten Gelegenheit. Ebenfalls nach einer Ecke verhinderte hierbei jedoch Träsch mit seiner Klärungsaktion kurz vor der Linie den Ausgleich.

Micanski vergab zwei Minuten später eine weitere Möglichkeit für die Karlsruher, die nun eine Reaktion auf den Rückstand zeigten. Begünstigt von einem jetzt allzu passiven Gästeteam kippte das Spiel leicht in Richtung des KSC. Zur Pause blieb es jedoch beim Rückstand, beide Teams scheuten dabei das Risiko.

Mit Wiederanpfiff kehrte Yabo in die Heimelf zurück, Varnhagen musste für ihn weichen. Schlagkräftiger wurden die Badener deswegen jedoch nicht, vielmehr kam Olic in der 56. Minute zu einer guten Gelegenheit, Orlishausen parierte seine Direktabnahme. Die definitiv hochkarätigste Torchance des Spiels bot sich kurz darauf jedoch Gaetan Krebs. Völlig frei scheiterte dieser aus drei Metern an Diego Benaglio, statt das in dieser Situation fast zwingende Ausgleichstor zu markieren.

Ganz nah war der KSC dem Ausgleich – und umso bitterer das 0:2 durch Diego nach 70 Minuten. Dieser vollendete zwar eine schöne Kombination, dennoch war es ein schmeichelhafter Treffer für die in Hälfte zwei schwachen Gäste. Die Vorentscheidung, gerade da die Karlsruher in den Minuten zuvor zu viel Energie investiert hatten, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben.

Der KSC blieb jedoch bis zum Ende bemüht. In der 89. Minute konnte Alibaz auf Vorlage von Yabo sogar tatsächlich noch auf 1:2 stellen. Bei vier angezeigten Minuten Nachspielzeit brannte der Wildpark nun, noch einmal schien alles möglich. Doch nur zwei Minuten später fing sich der Gastgeber einen Konter, den Marcel Schäfer zum entscheidenden dritten Wolfsburger Treffer nutzte. Damit war das Karlsruher Aus perfekt – mehr wäre möglich gewesen, am Ende entschied die individuelle Klasse der Wolfsburger jedoch die Partie zu Gunsten des Erstligisten.