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Der Karlsruher Thorben Stadler (links) und der Hamburger Florian Bruns kämpfen um den Ball. Am Ende hahte der FC St. Pauli mit 2:0 die Oberhand behalten.
Der Karlsruher Thorben Stadler (links) und der Hamburger Florian Bruns kämpfen um den Ball. Am Ende hahte der FC St. Pauli mit 2:0 die Oberhand behalten. © dpa
19.09.2011

Karlsruher SC verliert 0:2 gegen St. Pauli

Karlsruhe. Der FC St. Pauli ist mit breiter Brust ins Karlsruher Wildparkstadion gefahren. Ein knapper Sieg hätte genügt, um punktgleich mit dem Tabellenführer Fürth die 2. Fußball-Bundesliga zu holen. Der Gastgeber Karlsruher SC dagegen hat die letzten vier Spiele verloren. Noch einmal ein Ausrutscher und der Sturz in den Tabellenkeller wäre folgenschwer. Am Ende hat sich die Formkurve beider Teams bestätigt. St. Pauli gewinnt 2:0 und der KSC verschwindet im Tabellen-Jammertal.

Was kann Rainer Scharinger noch tun, um den Absturz aufzuhalten? So richtig gefährlich stürmten die Karlsruher nicht vors gegnerische Tor. Drückend überlegen im Mittelfeld waren sie auch nicht. Und in der Abwehr war auch nicht immer alles Gold. Vielleicht spielt der KSC ein wenig glücklos. Aber manchmal muss sich eine Mannschaft das Glück auch erzwingen und erkämpfen.

Auf jeden Fall sollte man nicht wie Cuntz einen Schritt zu spät kommen und Bruns umgrätschen. Der hat sich nämlich auf seine Art revanchiert. Mit einemschön gezirkelten direkten Freistoß aus gut 20 Metern versenkt er das Leder in der 17. Minute im Karlsruher Tor. 1:0 für den Spaßclub aus dem hohen Norden.

Und St. Pauli demonstrierte dann sehr eindrucksvoll, wie man einen Gegner schockt: Man geht in die Halbzeitpause mit einer Führung und legt nach dem Wiederanpfiff einen Blitzstart hin. Gerade einmal 15 Sekunden brauchte der St. Pauli, um die Führung auf 2:0 auszubauen. Ebbers bekommt von Kruse den Ball in den Lauf gespielt. Linksschuss. Orlishausen hat keine Chance. Da waren dann Pausentee und Pausenansprache von KSC-Trainer Scharinger schlicht umsonst gewesen.

Danach mühte sich der KSC, ohne jedoch die Elf aus dem berühmt-berüchtigten Hamburger Stadtteil in große Verlegenheit zu bringen. Zwingende Torchancen? Mangelware. Brillante Ideen? Die waren schnell gezählt. Da bleibt noch viel Arbeit für Trainer Scharinger. Ob er aber so viel Zeit dafür haben wird? Der KSC war in den vergangenen Jahren nicht unbedingt als ruhige Arbeitsstätte bekannt. tok