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Kein Durchkommen für den 1. FC Union Berlin: Der Karlsruher SC verteidigte clever und ließ nur wenige echte Torchancen zu.
Kein Durchkommen für den 1. FC Union Berlin: Der Karlsruher SC verteidigte clever und ließ nur wenige echte Torchancen zu. © dpa
09.11.2013

Karlsruher SC verteidigt clever ein 0:0 beim Favoriten Union Berlin

Berlin/Karlsruhe. Mit einem 0:0 kehrt der Karlsruher SC aus Berlin zurück. Damit kann der KSC gut leben, denn der 1. FC Union Berlin galt als Favorit mit Meisterschaftsambitionen. Entsprechend vehement legten die Gastgeber los, doch die Karlsruher Abwehr blieb sattelfest.

Union rannte, sicherte sich durch Kurzpassspiel und Pressing einen hohen Ballbesitz-Anteil, doch die ganz großen Torchancen blieben Mangelware. Entweder fehlten Kraft und Präzision oder KSC-Torwart Dirk Orlishausen stand im Weg oder hatte eine Hand im Spiel. Was die Berliner mit einem hohen Laufpensum aufzubauen versuchten, machten die Karlsruher mit Cleverness zunichte. Der Aufsteiger agierte erstaunlich abgeklärt und bleibt damit verdient in der oberen Tabellenhälfte, während Union Berlin vorerst aus den Aufstiegsrängen gerutscht ist.

KSC-Coach Trainer Markus Kauczinski wollte nach dem 3:1-Sieg gegen Bielefeld die Mannschaft nicht verändern. Das Abwehrverhalten stimmte in Berlin, doch Entlastungsangriffe waren eine Seltenheit. Die Mittellinie schien eine magische Grenze zu sein, die kaum ein Karlsruher überschreiten wollte.

Torchancen in der ersten Halbzeit? Mangelware. Ein seltener KSC-Konter landete nach einem 18-Meter-Schuss von Selcuk Alibaz in den Händen des Berliner Torwarts. Orlishausen musste in der ersten Hälfte deutlich mehr eingreifen.

Kauczinski wollte dann in der zweiten Hälfte mit dem eingewechselten Stürmer Ilijan Micanski offensiver werden. Doch die Rechnung ging nicht auf. Berlin drückte weiter, aber ohne die zündende Idee, um den KSC aus den Angeln zu heben. Zehn Badener machten die Räume eng, Orlishausen klärte den Rest. Die KSC-Fans mussten 90 Minuten lang einen Glückstreffer fürchten, doch Union Berlin ist nicht Bayern München. Ein Spiel zu kontrollieren und dann kurz vor Schluss ein Duseltor zu erzielen ist ein Privileg des Bundesliga-Ersten.

Nächster Gegner des KSC ist am Sonntag, 24. November, 13.30 Uhr, das Kellerkind Dynamo Dresden. Mit einem Sieg können sich die Karlsruher weiter Abstand zur Tabellen-Gefahrenzone verschaffen. Ernsthaft den Blick nach oben richten können die Badener vielleicht nach der Hinrunde. Das 0:0 bei Union Berlin hat zumindest schon einmal bewiesen, dass sie bei Favoriten durchaus mithalten können.