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Der Karlsruher SC will mit einem Sieg gegen den Hamburger SV am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1) den Anschluss ans obere Tabellendrittel der 2. Fußball-Bundesliga halten.  Foto: steevy84 - stock.adobe.com (Symbolbild) 

Karlsruher SC vor spannendem Duell mit Hamburger SV und Ex-Jugendtrainer Walter

Karlsruhe. Analysieren, aufarbeiten, einordnen, abhaken. In dieser Reihenfolge ist der Karlsruher SC mit der 2:4-Heimniederlage vergangenen Sonntag gegen den SC Paderborn umgegangen. Schon nach 32 Minuten war er mit 0:4 in Rückstand gelegen. „Wir müssen wieder besser verteidigen“, forderte Trainer Christian Eichner vor dem Spiel gegen den Hamburger SV diesen Samstag (20.30 Uhr/Sky).

Eichner sagte, in den vergangenen Wochen habe der KSC etliche Tore kassiert, die in die Rubrik „Slapstick“ fallen, oder von „brutaler Einfachheit“ gekennzeichnet waren: „Wir machen es dem Gegner zu leicht, vor unserem Schlussmann Marius Gersbeck aufzutauchen. Und haben wir selbst schon einmal so leicht Tore erzielt?“

Es gehe zunächst gegen die Hanseaten und natürlich auch nach der folgenden Länderspielpause darum, „die individuelle Beteiligung an Gegentoren zu reduzieren und das gemeinschaftliche Verteidigen zu verinnerlichen“. Eichner stellte in diesem Zusammenhang heraus: „Das war die Basis von für uns sehr erfolgreichen Monaten.“ In jedem Training, bei jeder Spielform, in jeder Situation müsse jeder bereit sein, „das eigene Tor zu schützen“. Wenn es um etwas gehe, müsse dieser große Wille selbstverständlich sein.

Defensive als KSC-Baustelle

Eine bessere und wirkungsvollere Defensivarbeit, wie vier Tage nach der 1:3-Niederlage bei Düsseldorf in der zweiten DFB-Pokal-Runde beim 2:1-Überraschungserfolg bei Bayer Leverkusen müsse unabhängig sein von großen Namen. Der KSC-Coach sprach davon, dass jeder einzelne seiner Spieler die Konzentration „hochschrauben“ müsse.

 Offensiv hat Eichner hingegen nichts auszusetzen an den bisherigen Auftritten seiner Mannschaft: „Da sind wir ganz ordentlich unterwegs.“ Der KSC sei immer für einen Treffer gut. Ziel müsse es sein, „auch mal mit nur einem Tor zu punkten – einfach oder sogar dreifach“. Am Trainingseifer hat Eichner „nichts zu mäkeln“.

 Schon gegen den HSV, mit dem der frühere U-17- und U-19-Trainer des KSC, Tim Walter, zusammen mit Jonas Meffert und David Kinsombi zurückkehrt, erwartet Eichner, dass seine Schützlinge „möglichst fehlerfrei bleiben, Die Karlsruher (Platz 9/16 Punkte) möchte dem dreimal an der Bundesliga-Rückkehr gescheiterten Tabellensiebten (19 Punkte) „ein offenes Spiel liefern“. Maximal 20.000 Fans sind zugelassen, 18.600 Karten sind schon verkauft.

Mögliche KSC-Aufstellung: Gersbeck – Thiede, Gordon, Kobald, Heise – Wanitzek, Breithaupt, Gondorf, Choi – Hofmann, Schleusener