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Die Balance zwischen Einsatz zeigen – wie hier die Karlsruher Philip Heise (verdeckt) und Malik Batzmaz (rechts) gegen Bremens Romano Schmid – und Fußballspielen soll der KSC im Spiel gegen Kiel finden.  Foto: Deck/dpa 

Karlsruher SC will Stoppschild gegen Holstein Kiel setzen

Karlsruhe. Nach einem ziemlich entspannten Teil eins der Länderspielpause und drei freien Tagen am vergangenen Wochenende hat Christian Eichner, der Trainer des Fußball Zweitligisten Karlsruher SC, zu Beginn dieser Woche die Zügel wieder angezogen. Schließlich steht am Samstag (13.30 Uhr/Sky) das Heimspiel gegen die Kieler Sportvereinigung Holstein auf dem Programm.

Voller Tatendrang

„Wir freuen uns, dass es jetzt weitergeht“, ließ der KSC-Coach bei der Online-Pressekonferenz vor dem Spiel gegen die „Störche“ Tatendrang erkennen. „Jetzt haben wir wieder eine ganz normale Trainingswoche hinter uns, mit der ich sehr einverstanden war.“ In der ersten Phase der jungen Saison habe seine Mannschaft ordentlich gepunktet (zwei Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage). Das sei auch im zweiten Block vor der nächsten Länderspielpause (9./10. Oktober), das Ziel – gegen Kiel, auf Schalke, gegen St. Pauli und in Regensburg.

Seine Spieler hätten körperlich zugelegt, fußballerisch einen Schritt nach vorne gemacht, und der Konkurrenzkampf ist größer geworden – in fast allen Mannschaftsteilen. In der Defensive durch die Neuzugänge Kilian Jakob und Felix Irorere. Im linken Mittelfeld ist Marc Lorenz zurück, und auf der rechten Außenbahn ist nach Einschätzung des Trainers „Fabio Kaufmann jetzt da.“ Gegen Kiel geht es laut Eichner darum, mit der richtigen Balance zwischen Fußball und Intensität „das Spiel auf unsere Seite zu ziehen“.

Holsteins Abgänge

Und das werde natürlich nicht einfach. „Unsere Gäste haben vor dieser Saison zwar mit Jae-Sung Lee den besten Spieler der Zweiten Liga an Mainz, sowie Janni Serra (Arminia Bielefeld) und Jonas Meffert (Hamburger SV) verloren. Aber die Mannschaft meines Kollegen Ole Werner ist im Kommen.“ Mit dem 3:0 gegen Erzgebirge Aue sei bei den Kielern, die in der vergangenen Saison beinahe in die Bundesliga aufgestiegen wären, „eine gewisse Selbstverständlichkeit“ zurückgekehrt.

„Auf Strecke rechne ich mit Kiel im vorderen Drittel der Zweiten Liga“, so Eichner. Die Gäste werden zwei Wochen nach ihrem ersten Saisonsieg nun im Wildpark nachlegen wollen, möglichst einen Dreier. „Unsere Aufgabe ist es, ihnen ein Stoppschild vor die Nase zu stellen“, sagt der KSC-Coach. Wie die Elf aussieht, die er beim „Neustart“ aufs Spielfeld schickt, behielt Christian Eichner noch für sich. Nach seinem Jochbeinbruch möchte Robin Bormuth – mit Gesichtsschutzmaske – auf seinen angestammten Platz in der Innenverteidigung zurück. Marvin Wanitzek hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen. „Jeder Spieler bringt gewisse Qualitäten in unser Spiel ein“, sagt Eichner. Er werde die Eindrücke aus der ersten Saisonniederlage vor der Länderspielpause in Nürnberg (1:2) sowie dem Testspiel in Mainz (0:0) in seine Entscheidung einfließen lassen – und natürlich die Trainingsleistungen dieser Woche.

 Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Gersbeck – Jung, Bormuth, Kobald, Heise – Wanitzek, Gondorf – Kaufmann, Choi, Cueto – Hofmann.