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In die Knie zwingen will der KSC mit Franck Kom (vorne) diesmal den TSV 1860 mit Michael Liendl.
In die Knie zwingen will der KSC mit Franck Kom (vorne) diesmal den TSV 1860 mit Michael Liendl.
26.08.2016

Karlsruher SC will gegen 1860 München Revanche für Pokal-Aus

Karlsruhe. Ein torloses Unentschieden in Bielefeld, anschließend ein 1:1 im Heimspiel gegen Bochum. Und am vergangenen Samstag das Pokal-Aus beim TSV 1860 München (1:2). Die Saison ist einerseits noch jung, andererseits hat Fußball-Zweitligist Karlsruher SC noch kein Spiel für sich entschieden. Drei Punkte stehen deshalb im „Rückspiel“ am Samstag gegen die Sechziger (13.00 Uhr) ganz oben auf der Karlsruher Wunschliste, als „Brustlöser“ sagt Cheftrainer Tomas Oral, und „zur Bestätigung der täglichen Arbeit im Training“.

Unruhig ist Sportdirektor Jens Todt angesichts der bisherigen Sieglosigkeit nicht. „Wir hatten auch vor einem Jahr Anlaufschwierigkeiten.“ Noch größere sogar. Nach den Punktspielniederlagen in Fürth und gegen St. Pauli scheiterten die Wildparkprofis in der ersten Runde des DFB-Pokals 2015/16 am Oberligisten Reutlingen. Anschließend jedoch, am dritten Spieltag der 2. Liga, verbuchte der KSC dann den ersten Dreier – beim FSV Frankfurt, der damals noch von Tomas Oral trainiert wurde.

Der sieht seine jetzige Mannschaft, den KSC, „auf einem richtig guten Weg, auch wenn das die Ergebnisse nicht so zeigen, wie wir uns das alle wünschen.“ Die Pokalniederlage bei den Löwen sei „analysiert, diskutiert und abgehakt.“ Viele Dinge im Spiel der Wildparkprofis würden schon „passen“, unabhängig von der personellen Zusammenstellung der Startelf. Dass er die schon mehrfach ändern musste, sei primär auf die Gelb-Rot-Sperre von Ylli Sallahi sowie die Verletzungen von Torhüter René Vollath und Innenverteidiger Bjarne Thoelke zurückzuführen.

Für das Spiel gegen die „Löwen“ steht darüber hinaus Grischa Prömel wieder zur Verfügung, der mit einer Silbermedaille von den Olympischen Spielen zurückgekehrt ist. Es könnte deshalb sein, sagte Tomas Oral gestern geheimnisvoll, „dass wir mit einem ganz neuen System anfangen.“ Das könnte eher ein 4-1-4-1 sein, als ein 4-3-3.

Oberste Priorität bei den Voraussetzungen für den angestrebten Heimsieg habe die Grundordnung jedoch nicht. Ob man „mit einem, zwei, oder drei Stürmern spielt, ist gar nicht so wichtig“, sagt Tomas Oral. Entscheidend sei die Herangehensweise. Und dazu gehören Bereitschaft und Leidenschaft.

Diesbezügliche Mängel kann und möchte Tomas Oral seinen Schützlingen nicht vorwerfen. Auch in der vergangenen Woche „haben die Jungs super mitgezogen“. Auf die heute zu erwartende Hitzeschlacht (Oral: „Der Planet wird brennen“) sei man gut vorbereitet. „Wir haben im Training auf eine entsprechende Belastungssteuerung geachtet. Pflege und Regeneration standen in dieser Woche im Vordergrund.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Valentini, Thoelke, Stoll (Kinsombi), Sallahi – Kom - Torres, Prömel, Krebs, Stoppelkamp – Diamantakos