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22.09.2017

Karlsruher SC will gegen Erfurt an Leistung von Großaspach anknüpfen

Karlsruhe. Bevor Dirk Orlishausen im Sommer 2001 in den Wildpark kam, stand er sechs Jahre lang beim FC Rot-Weiß Erfurt unter Vertrag, dem morgigen Gegner des Karlsruher SC. Natürlich hat der in Sömmerda, nur 25 Kilometer von Erfurt entfernt geborene KSC-Senior (35) noch gute Kontakte in seine thüringische Heimat. „Wir tun gut daran, Erfurt nicht zu unterschätzen“, sagte Orlishausen vor dem Wiedersehen mit seinen Landsleuten am Sonntag um 14.00 Uhr.

Sein früherer Verein sei „immer für eine Überraschung gut“, so Orlishausen. In dieser Saison vor allem auswärts. Erfurt hat auf fremden Plätzen bisher mehr Punkte eingespielt (fünf), als zuhause (vier). Deshalb müsse der KSC seinen Gästen „von Beginn an zeigen, dass es für sie hier nichts zu holen gibt“, sagt Orlishausen.

Der Blick zurück

Bevor Alois Schwartz auf das morgige Heimspiel zu sprechen kam, blickte er noch einmal etwas wehmütig auf die 0:1-Niederlage am Dienstagabend zurück. Mit der „Art und Weise“, wie seine Mannschaft bei der SG Sonnenhof Großaspach aufgetreten sei, sei er sehr zufrieden gewesen, „offensiv und defensiv.“ Er hoffe, richtete der Karlsruher Cheftrainer den Blick nach vorne, dass seine Schützlinge diese Art und Weise auch gegen Erfurt „auf den Platz bringen – und sich dann aber auch belohnen.“ Mit Toren und drei Punkten.

Von einem „Pflichtsieg“ spricht, auch aus Respekt den Gästen gegenüber, am Adenauerring allerdings niemand. Aber es ist klar: Der KSC muss dieses Spiel – es ist übrigens das fünfte innerhalb von 16 Tagen – gewinnen. Auch und gerade für seine Fans, die ihre Mannschaft bisher vorbildlich unterstützen. „Da kriegt man Gänsehaut“, lobt Alois Schwartz das Engagement der Anhängerschaft.

Für das fünfte Heimspiel dieser Saison, bisher hat der KSC im Wildparkstadion zweimal gewonnen und zweimal unentschieden gespielt, stehen Kapitän Kai Bülow wegen einer Schambeinentzündung (Schwartz: „Er muss Geduld haben, wir müssen Geduld haben“), Andreas Hofmann, der in dieser Woche am Knie operiert wurde, und Martin Stoll (hat nach Leistenbeschwerden das Aufbautraining aufgenommen) nicht zur Verfügung. Malik Karaahmet bereitet sich mit der türkischen U17 auf die WM in Indien im Oktober vor. Die personelle Situation ist also gegenüber dem verlorenen Spiel in Aspach unverändert. Angesichts der Leistung wird Schwartz seine Startelf vermutlich nicht ändern.

Auch Oliver Kreuzer wollte den Auftritt des KSC wegen der Niederlage „nicht kleinreden“. Es laufe zwar noch nicht alles rund, „aber die Kurve zeigt nach oben“. Die Wildparkprofis müssten sich gegen Erfurt aber in Sachen „Effizienz, Durchschlagskraft und Entschlossenheit“ steigern. „Dann“, so hofft und wünscht sich der Sportdirektor des KSC, „bleiben die drei Punkte hier“.

Voraussichtliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Bader, Gordon, Pisot, Föhrenbach – Mehlem, Wanitzek – Muslija, Fink, Lorenz – Stroh-Engel.