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Nach einer schweren Hüftprellung kehrt Benjamin Uphoff wohl zurück ins Tor.  Foto: dpa 

Karlsruher SC will im Spiel beim KFC Uerdingen an die Leistung der Osnabrück-Partie anknüpfen

Duisburg/Karlsruhe. Es spricht viel dafür, dass beim Gastspiel des Fußball-Drittligisten Karlsruher SC in Duisburg gegen den KFC Uerdingen (19 Uhr) am Freitag wieder Benjamin Uphoff zwischen den Pfosten steht.

Die schwere Hüftprellung scheint überwunden. Für den Fall, dass Uphoff wider Erwarten doch nicht spielen kann, nahm Cheftrainer Alois Schwartz am Donnerstag sicherheitshalber drei Torhüter mit ins Ruhrgebiet – also auch Sven Müller und Mario Schragl.

Fehlen werden für das Verfolgerduell der 3. Liga Martin Röser (Rippe gebrochen), Sercan Sararer, Marin Sverko und Kyoung-Rok Choi (alle krank). Deshalb gehört der A-Jugendliche Malik Batmaz (18), ein Angreifer, zum KSC-Aufgebot.

Aufgrund seines namhaften Kaders war Uerdingen als Aufstiegskandidat gehandelt. Zuletzt allerdings knirschte es im KFC-Getriebe gewaltig. Um so mehr werden die Gastgeber um die Punkte kämpfen. Deshalb fordert Karlsruhes Sportdirektor Oliver Kreuzer von seinem Team, an die beim 2:1 gegen Tabellenführer Osnabrück gezeigte Leistung anzuknüpfen, „noch eine Schippe drauflegen, noch aggressiver sein. Wir müssen Uerdingen weh tun, den Spaß am Spiel nehmen.“ Wenn die Wildparkprofis aber nur einen Tick zurückzögen, würde es schwer.

Dass Marvin Pourié („Ich wollte eine Duftmarke setzen“) sich gegen Osnabrück schon in der ersten Minute eine Verwarnung einhandelte, fand Kreuzer gut. „Das hatte Signalwirkung für unsere Mannschaft. Und der Gegner dachte: Hoppla, was ist hier los.“ Nun müsse man aufpassen, nicht gleich wieder selbstzufrieden zu werden.

Bei Marvin Pourié, mit zwölf Treffern beste KSC-Torschütze, stößt Kreuzer sicher auf offene Ohren. „Es geht nur über den Willen. Der Wille entscheidet.“ Vor dem Osnabrückspiel habe die Mannschaft sich zusammengesetzt. Was folgte, war in seinen Augen „eine charakterliche Leistung“. Ob die Wirkung der Aussprache bis zum Spiel in Duisburg reicht, muss sich zeigen.