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Am vergangenen Spieltag war es Anton Fink, der den Treffer zum 2:0 lieferte.  Foto: PZ-Archiv/Ripberger 

Karlsruher SC will in Rostock seine Spitzenposition in der 3. Liga behaupten

Karlsruhe. Mit einer Erfolgsserie von vier Siegen hintereinander im Rücken und als Tabellenzweiter, punktgleich mit dem Spitzenreiter VfL Osnabrück und dem Dritten KFC Uerdingen, machte sich der Karlsruher SC nach dem Abschlusstraining am Donnerstag auf den Weg nach Rostock.

Beim dortigen FC Hansa steht am Freitagabend (19 Uhr) der beeindruckende Aufwärtstrend der Wildparkprofis auf dem Prüfstand.

Während die Gäste „mit breiter Brust“, wie Trainer Alois Schwartz sagt, im Ostseestadion auflaufen können – auch, weil ihnen dort in der vergangenen Saison am 15. Spieltag der erste Auswärtssieg (3:0) gelang – rangieren die Hausherren am Rande der Abstiegszone (Platz 16). Nach der 1:4-Heimniederlage gegen den SC Preußen Münster vor zwei Wochen geriet Trainer Pavel Dotchev (53 Jahre) in die Kritik. Denn seine Mannschaft hat in den letzten drei Spielen vor eigenem Publikum nur einen Punkt verbucht und zehn Gegentore kassiert. „Wir versuchen trotzdem, die Ruhe zu bewahren“, sagt Rostocks Dritter Torwart und Torwarttrainer Dirk Orlishausen (36), der vor dieser Saison, nach sieben Jahren zwischen den KSC-Pfosten, seine Zelte im Wildpark abbrach und zu den Hanseaten wechselte. Aus einer Krisensitzung am vergangenen Freitag ging Dotchev noch „ungeschoren“ hervor. Eine Heimniederlage gegen den KSC würde der „Navigator“ der Hansa-Kogge aber vermutlich nicht überleben.

Bei der womöglich für ihn persönlich, aber auch seine Mannschaft richtungsweisenden Partie gegen die Schützlinge seines Kollegen Alois Schwartz kann der Bulgare wohl wieder seine monatelang verletzten Leistungsträger Oliver Hüsing (Innenverteidiger) und Marcel Hilßner (Linksaußen) einsetzen. Auch Willi Evseev (offensives Mittelfeld) ist nach einer Knieprellung und drei Spielen Pause wieder fit. Die Gastgeber sind also wieder, so ihr Trainer, „topbesetzt.“

Personell ähnlich gut sieht es auf Karlsruher Seite aus. Bis auf den langzeitverletzten Marin Sverko (Rücken) und Justin Möbius (Gürtelrose), sowie den noch A-Jugendlichen Eric Jansen (Muskelfaserriss) kann Schwartz aus dem Vollen schöpfen.

Der KSC äußert Respekt vor den „spielerischen Qualitäten“ der Gastgeber, „gerade in der Offensive“, sieht beim FC Hansa aber auch „Probleme im Umschaltspiel nach hinten.“

Obwohl der KSC nach der Englischen Woche „ausgeruht und regeneriert“, so Schwartz, nach Rostock aufbricht, dürften seine Gegner körperlich noch ein bisschen besser drauf sein. Denn Rostocks „Hochsicherheitsspiel“ in Halle am vergangenen Samstag wurde abgesagt, weil die zur Verfügung stehenden Polizeikräfte für Demonstrationen in Köthen, Wittenberg und Magdeburg benötigt wurden.

Unabhängig von diesem „Vielleicht“-Vorteil des FC Hansa fährt der KSC nach Rostock, „um dort was mitzunehmen“, wie Trainer Schwartz sagt. Denn seine Mannschaft „funktioniert gerade sehr gut.“

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Choi, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié