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KSC-Trainer Marc-Patrick Meister hat sich den Saisonstart seiner Karlsruher Elf sicher anders anders vorgestellt. Foto: dpa
KSC-Trainer Marc-Patrick Meister hat sich den Saisonstart seiner Karlsruher Elf sicher anders anders vorgestellt. Foto: dpa
04.08.2017

Karlsruher SC will sich Tabellenführer SV Wehen vorknöpfen

Karlsruhe. Nach drei Spielen mit nur einem Punkt, aber sieben Gegentoren, ist die Stimmung bei den KSC-Fans mies. Nach dem 0:2 im Drittliga-Spiel beim SV Werder Bremen II schrien sie: „Wir haben die Schnauze voll!“ Nach der großen Ernüchterung sind fürs Spiel gegen den SV Wehen Wiesbaden am Samstag (14.00 Uhr/SWR) nur etwas mehr als 7000 Karten verkauft worden.

Mittelfeldmann Marc Lorenz, vergangene Saison noch beim Gegner, sagt: „Wir müssen gewinnen, der Knoten muss endlich platzen.“ Er meint zum negativen Start: „Im Moment fressen wir die Tore zu einfach. Wenn ein Fehler passiert, können wie den Ball aus der Kiste holen. Das hat auch mit fehlendes Glück zu tun.“ Im Heimspiel gegen den Tabellenführer (drei Spiele, drei Siege) könne der KSC abwartend agieren: „Wehen wird nach vorne spielen.“

Der Karlsruher Coach Marc-Patrick Meister wird wohl kaum personelle Änderungen vornehmen. „Taktisch wird sich etwas ändern“, sagt er – wird aber nicht weiter konkret. Beim KSC gibt es einiges zu verbessern: In der Offensive die Durchschlagskraft und Chancenverwertung – in der Defensive sind Unkonzentriertheiten zu vermeiden. Dann fehlen bisher die Sprintbewegungen und das entschlossene Nachrücken.

„Einen Tick mehr“, erwartet Meister von jedem Spieler: „Mehr Sorgfältigkeit, mehr Entschlossenheit, Galligkeit und Zielstrebigkeit.“ Er verspricht: „Die Jungs werden mit Wut im Bauch und großem Kampfgeist die Partie gehen. Ich bin optimistisch, dass wir erfolgreich sein werden.“

Sicher sind dem 37-Jährigen die Diskussionen um ihn nicht verborgen geblieben. Auch daher fordert er vehement: „Es geht im Moment darum, zusammenzuhalten.“ Pikant am Rande der Partie: Erfolgreicher Trainer in Wiesbaden ist Rüdiger Rehm. Den inzwischen 38-Jährigen hatten die KSC-Bosse um Präsident Ingo Wellenreuther vor gut einem Jahr zum Gespräch gebeten, fanden seine Präsentation aber nicht gut. Schließlich verpflichteten sie Tomas Oral, der in der Abstiegssaison genau wie Nachfolger Mirko Slomka gehen musste.