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Noch einmal mit den Fans feiern will KSC-Trainer Alois Schwartz.  Foto: dpa 

Karlsruher SC zum Jahresausklang daheim gegen Schlusslicht Braunschweig Favorit

Karlsruhe. Der Karlsruher SC gegen Eintracht Braunschweig – der Spitzenreiter der 3. Liga gegen das Schlusslicht. Klarer können die Rollen im ersten Spiel der Rückrunde und gleichzeitig letzten Spiel des Jahres 2018 eigentlich nicht verteilt sein (Samstag, 14 Uhr).

Die gastgebenden Badener (38) haben in der ersten Halbserie fast dreimal so viele Punkte eingespielt, wie die Niedersachsen (13). Trotzdem warnt der Karlsruher Sportdirektor Oliver Kreuzer: „Das wird kein Selbstläufer.“

Verbal in dieselbe Kerbe schlägt Cheftrainer Alois Schwartz: „Diese Liga ist so eng – da spielt es keine Rolle, auf welchem Tabellenplatz der Gegner steht. Um die drei Punkte gegen Braunschweig hierbehalten zu können, müssen wir total fokussiert und konzentriert sein und noch einmal alles reinschmeißen.“ Und der KSC-Coach hofft, „dass noch einmal viele Zuschauer kommen und uns helfen“. Knapp 11.000 Karten waren am Donnerstag schon verkauft.

Die Gäste haben, nach zuvor elf Spielen ohne Sieg, am vergangenen Samstag 1:0 in Cottbus gewonnen und bei ihrem zweiten Saison-Dreier auch zum zweiten Mal erst zu Null gespielt. „Das ist eine Mannschaft mit etlichen Spielern, die schon höherklassig unterwegs waren“, gibt Schwartz zu bedenken und nennt beispielhaft Onur Bulut (Freiburg, Bochum) und Kapitän Stephan Fürstner (Union Berlin, Greuther Fürth). „Philipp Hofmann hat in Englands zweiter Liga gespielt“, und Christoffer Nyman in Schwedens erster. Dass die Eintracht „in diese Situation reingeschlittert ist“, meint Oliver Kreuzer, liege vielleicht auch daran, dass sie nach dem Zweitliga-Abstieg als Nachfolger von Trainer Thorsten Lieberknecht mit dem Dänen Henrik Pedersen einen im deutschen Fußball relativ unerfahrenen Übungsleiter verpflichtete – und ihn nach elf Spielen entlassen musste. Ein noch größerer Fehler, glaubt Kreuzer, war, dass nach der Trennung von Marc Arnold kein neuer sportlicher Leiter verpflichtet wurde.

Der bundesligaerfahrene Trainer André Schubert, der seit dem 11. Oktober die fußballerische Verantwortung beim BTSV trägt, weiß, was im Fußball möglich ist. „Auch in der 3. Liga gibt es dann Spiele, die anders ausgehen, als erwartet.“ haf

Mögliche KSC-Aufstellung: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Camoglu, Stiefler, Wanitzek, Lorenz – Fink – Pourié