nach oben
31.07.2015

Kauczinski macht dem KSC Dampf

Nach der „Leerfahrt“ beim 0:1-verlorenen Punktspielstart in Fürth, steht der Karlsruher SC in seinem ersten Heimspiel der neuen Saison unter Erfolgszwang. 8 600 Dauerkarteninhaber und weitere mindestens 10 000 Anhänger der Wildparkprofis erwarten am morgigen Sonntag (15.30 Uhr/Sky) einen Sieg gegen den FC St. Pauli. „Wir haben etwas gutzumachen“, gab Trainer Markus Kauczinski gestern selbstkritisch zu. Nicht mehr Teil der Wiedergutmachung wird wohl Linksverteidiger Philipp Max sein, dessen Wechsel zum Erstligisten FC Augsburg beschlossene Sache zu sein scheint.

„Mit Herz und Leidenschaft“ erwartet Kauczinski sein Team morgen. Mit welchem Personal wisse er noch nicht. Bezüglich Neuzugang Pascal Köpke (Adduktoren) und Hiroki Yamada (Oberschenkel) – beide sind erst gestern ins Mannschaftstraining zurückgekehrt – klang Kauczinski eher skeptisch.

Philipp Max vor Wechsel

Dennis Kempe steht als Linksverteidiger vor seinem Comeback. Er trainiere momentan „sehr gut“, und könnte deshalb – erstmals seit dem 23. November vergangenen Jahres – in der Startelf stehen. Denn der Wechsel von Philipp Max zum FC Augsburg scheint beschlossene Sache. Nachdem Augsburgs Linksverteidiger Abdul Ramahn Baba voraussichtlich für 25 Millionen Euro zum FC Chelsea nach London wechselt, sollte der Erstligist aus Bayern in der Lage sein, sein ursprüngliches Angebot von 1,2 Millionen Euro Richtung der vom KSC gewünschten zwei Millionen zu erhöhen. KSC-Sportdirektor Jens Todt hat bestätigt, dass eine Einigung näher rücke. Noch aber sei es zu früh, Vollzug zu melden.

Fraglich ist auch Marvin Mehlem, der im Training einen Schlag auf den Knöchel abbekommen hatte, doch in seinem Fall schätzt der Coach die Chancen höher ein. Das 17-jährige Talent aus dem eigenen Nachwuchs habe allerdings erst Luft für nur 15 bis 20 Minuten. „Er bringt aber immer frischen Wind rein, kann auf verschiedenen Positionen spielen und ist jederzeit zu etwas Besonderem in der Lage.“

Auf die Systemfrage antwortete Kauczinski: „4-4-2 oder 4-2-3-1 – diese Diskussion ist immer offen.“ Wichtig sei in erster Linie: „Wir wollen als Mannschaft geschlossen auftreten.“ Hinter dem, was man allgemein „als Kompaktheit“ bezeichne, stünden viele Kleinigkeiten. „Unser gemeinsames Handeln muss besser werden.“ Und ob das gelinge, hänge nicht vom System ab, sondern davon, „wie die Spieler individuell drauf sind.“

Trainer erwägt Wechsel

Vor allem die rechte Abwehrseite macht dem KSC-Coach weiter Sorgen, nachdem der gelernte Innenverteidiger Stoll in Fürth auf dieser Position ausgeholfen hatte. Denn die eigentlichen Kandidaten für diese Position – Sascha Traut, Enrico Valentini und Matthias Bader – fehlen weiter verletzt.

Mögliche KSC-Aufstellung: Orlishausen – Stoll, Gordon, Gulde, Kempe – Torres, Meffert, Krebs (Peitz), Nazarov (Yamada) – Hoffer, Hennings.