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Wohin zieht es wohl Noch-KSC-Trainer Markus Kauczinski?  Weigel
Wohin zieht es wohl Noch-KSC-Trainer Markus Kauczinski? Weigel
06.10.2015

Kauczinski verlässt den KSC – Nach dem Schock soll ein positiver Schub folgen

gesordnungspunkt neun der Mitgliederversammlung des Karlsruher SC am Donnerstag um 18.30 Uhr in der Badnerlandhalle ist der Jahresbericht des Präsidiums. Eigentlich hatte Ingo Wellenreuther in diesem Zusammenhang auch die Vertragsverlängerung mit Markus Kauczinski auf seinem Zettel. „Wir wollten auch über den 30. Juni 2016 hinaus mit unserem Cheftrainer zusammenarbeiten“, erklärte der Clubchef gestern. Dass daraus nichts wird, hatte am Montag der KSC-Coach mitgeteilt.

Auch Sportdirektor Jens Todt „bedauert“ Kauczinskis Entscheidung „sehr.“ Denn: „Markus und sein Team haben hier mit bescheidenen Mitteln sehr erfolgreich gearbeitet.“ Hat Kauczinski etwa schon einen neuen Job in der Hinterhand? „Ein klares Nein! Habe ich nicht“, sagte der KSC-Coach gestern. Und angesprochen darauf, dass alles nach einer Vertragsverlängerung ausgesehen habe, sagte Kauczinski: „Ich weiß nicht, woher diese Tendenzmeldungen kamen. Vielleicht weil ich sozusagen schon zum Inventar gehöre. Ich jedenfalls habe das als Prozess mit offenem Ausgang gesehen.“ Und: Es sei dabei nicht um Zahlen gegangen, also um Geld. „Ich musste eine generelle Entscheidung treffen.“

Dass die nun Einfluss auf die kurz- und mittelfristige, sportliche Entwicklung seiner Zweitliga-Fußballer haben wird, dessen ist sich der gebürtige Gelsenkirchener sicher. „Aber nicht negativ! Sondern: Das kann uns einen richtigen Schub geben. Wir haben ein gemeinsames Ziel vor Augen. Das kann uns richtig zusammenschweißen.“

Club-Chef gibt sich betont ruhig

Dass er beziehungsweise seine Arbeit ab sofort noch mehr im Fokus der Öffentlichkeit steht, ist Kauczinski klar: „Für mich ändert sich jedoch nichts: ich muss Erfolg haben.“

Auch für den KSC ändert sich nichts, sagt Ingo Wellenreuther: „Wir wissen, dass wir im nächsten Sommer einen neuen Trainer brauchen. Aktuell jedoch geht es darum, sportlich Boden gut zumachen. Wir müssen besser beziehungsweise mehr punkten. Und diesbezüglich vertrauen wir Markus Kauczinski.“