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Das Trainergespann des SV Kickers Pforzheim, Daniel Reule (rechts)und Alexander Freygang, sowie die jungen Casting-Spieler haben alles gegeben, doch am Ende reichte es nicht für den Oberliga-Klassenerhalt.
Das Trainergespann des SV Kickers Pforzheim, Daniel Reule (rechts)und Alexander Freygang, sowie die jungen Casting-Spieler haben alles gegeben, doch am Ende reichte es nicht für den Oberliga-Klassenerhalt.
23.05.2015

Kein Heimspielpunkt zum Oberliga-Abschied der SV Kickers Pforzheim

Schade drum. Es hätte ein Sportwunder werden können, eines, von dem man in ganz Fußball-Deutschland gesprochen hätte. Doch das Experiment des SV Kickers Pforzheim, mit einem Spieler-Casting mitten in der laufenden Saison ein Team aus jungen, hungrigen und für Ruhm und Ehre rennenden Kickern zu formen, ist auf den ersten Blick gescheitert. Auch wenn es im letzten Saisonspiel auf heimischem Platz eine 1:5-Niederlage gegen den SC Pfullendorf gab und es am Ende nur zum letzten Tabellenplatz in der Oberliga gelangt hat, sind die Anstrengungen des Fusionsvereins und das Durchhaltevermögen der jungen Verlegenheitstruppe doch höchstes Lob wert.

Das Abenteuer Oberliga war für die Kickers finanziell und sportlich eine Nummer zu groß. Großartig dagegen war das, was die Trainer Daniel Reule und Alexander Freygang mit den vielen Casting-Spielern bis zum letzten Spieltag versucht haben, auch wenn die ein oder andere Klatsche etliche Zuschauer vergrault haben mag. Doch für fußballerische Moral und sportlicher Anstand gibt es keine Punkte.

Dem entsprechen wollten die Pfullendorfer im Kickers-Heimspiel, das zum Oberliga-Abschied wurde, keine Punkte verschenken. Allen voran Stefan Vogler schien sich das zum Ziel gesetzt zu haben, denn er schoss mit drei Toren (25., 35. und 85. Minute) die Kickers quasi im Alleingang ab. Patrick Arndt hatte den SC in der 11. Minute 1:0 in Führung gebracht. Nur sieben Minuten später traf Ferman Erdogan für die Pforzheimer zum 1:1. Doch die Hoffnung auf ein ausgeglichenes Spiel und vielleicht einen Kickers-Punkt am letzten Spieltag währte nur kurz. Zur Halbzeit stand es bereits auch durch ein Eigentor der Pforzheimer stimmungstötende 4:1 für Pfullendorf.

Doch die Kickers wollten nicht schon wieder ein zweistelliges Ergebnis akzeptieren müssen. Alle Bemühungen nutzten jedoch nichts, denn es wollte in der zweiten Hälfte kein Tor mehr für die Pforzheimer fallen. Immerhin gab es auch nur noch einen Treffer für den SC, was zum Endstand von 5:1 für die Pfullendorfer führte.

Bei den SV Kickers Pforzheim wird man sich intensiv und lange Gedanken machen müssen, wie man die fußballerische Zukunft in die Wege leiten soll. Ob es wieder so einen Geniestreich wie mit dem Spieler-Casting geben wird?