760_0900_92228_104105228.jpg
„Mit einem weinenden Auge“, blickte der Karlsruher Cheftrainer Alois Schwartz auf das Spielergebnis zurück. 

Kein Tabellenführer mehr: KSC im letzten Spiel des Jahres ohne Glück

Karlsruhe. Zwar mit einer Serie von acht Spielen ohne Niederlage, aber „nur“ als Tabellen-Zweiter verabschiedete sich der Karlsruher SC in die Winterpause. Denn die Wildparkprofis kamen am Samstag in ihrem ersten Spiel als Tabellenführer der Dritten Liga und im letzten Spiel des Jahres 2018 gegen das Schlusslicht Eintracht Braunschweig nicht über 1:1 (0:1) hinaus. Deshalb konnte der VfL Osnabrück mit seinem 2:1-Erfolg in Würzburg Platz eins zurückerobern.

„Mit einem weinenden Auge“, blickte der Karlsruher Cheftrainer Alois Schwartz auf das – wie im Hinspiel – 1:1 gegen den letztjährigen Zweitligisten zurück, denn: „Drei Punkte waren eigentlich drin.“ Seine Mannschaft sei jedoch vor dem gegnerischen Tor „nicht so effektiv“ gewesen, wie eine Woche zuvor bei ihrem 3:0-Erfolg in Halle.

„Bei diesen Platzverhältnissen“, meinte Oliver Kreuzer (das Geläuf war infolge des Dauerregens durchnässt, tief und schwer) „wäre es wichtig gewesen, in Führung zu gehen.“ Dann, so der Sportdirektor des KSC weiter, hätten die Gastgeber ihre fußballerischen Qualitäten ausspielen können. Weil stattdessen den Braunschweigern durch Philipp Hofmann das 1:0 gelang (6.) – KSC-Schlussmann Benjamin Uphoff griff bei der ersten Ecke der Niedersachsen daneben, weshalb Oliver Kreuzer von einem „halben oder dreiviertel Eigentor“ sprach – mussten die Karlsruher vor knapp 14 000 Zuschauern jedoch einem Rückstand hinterherlaufen. Zum Glück für die Hausherren ließ die Eintracht sowohl in der 18. Minute durch Onur Bulut, als auch in der 29. Minute durch Christoffer Nyman zwei sehr gute Möglichkeiten aus, einen zweiten oder sogar dritten Treffer nachzulegen.

Der KSC erarbeitete sich zwar schon im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit ein Übergewicht – unter anderem 9:4 Eckbälle und drei Freistöße. In zählbaren Erfolg umzusetzen vermochten die Wildparkprofis dieses aber nicht – nicht einmal eine hochkarätige Torchance sprang dabei heraus. Gästekeeper Marcel Engelhardt musste sich nur bei einem Freistoß von Marc Lorenz strecken, um den Ausgleich zu verhindern (13.).

Schuss an die Unterkante

Kurz nach dem Seitenwechsel aber zirkelte Marvin Wanitzek einen Freistoß aus halblinker Position und etwa 25 Metern über die Mauer in die Eintracht-Maschen (50.). Anschließend setzten die Platzherren Braunschweig gehörig unter Druck und das 2:1 für Karlsruhe lag mehrfach in der Luft. Aber Wanitzek (53.) und Manuel Stiefler (58.) schossen knapp über das Tor der Gäste. In der 70. Minute traf Wanitzek („Der Ball wollte einfach nicht mehr über die Linie“) nur die Unterkante des Braunschweiger Querbalkens und mit dem Nachschuss scheiterte Marvin Pourié an Engelhardt. Damit hatte die Eintracht das Gröbste überstanden.

„Letztendlich“, bedauerte Alois Schwartz, „war’s zwar ein Spiel auf ein Tor. Leider hatten wir aber nicht das Glück, dass der Ball irgendwie reinrutscht.“ Denn in der Schlussphase fehlten seiner Mannschaft nach der kräftezehrenden Aufholjagd dann auch die nötige Präzision und Kreativität, um das Spiel vielleicht doch noch auf ihre Seite ziehen zu können.