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Karlsruhes Interimstrainer Lukas Kwasniok holte in zwei Spielen gegen Dynamo Dresden (auswärts) und Eintracht Braunschweig (Wildparkstadion) jeweils ein Unentschieden. Nach der Winterpause wird er wohl einem neuen KSC-Coach weichen müssen. Foto: dpa
Karlsruhes Interimstrainer Lukas Kwasniok holte in zwei Spielen gegen Dynamo Dresden (auswärts) und Eintracht Braunschweig (Wildparkstadion) jeweils ein Unentschieden. Nach der Winterpause wird er wohl einem neuen KSC-Coach weichen müssen. Foto: dpa
17.12.2016

Kellerkind KSC trotzt Tabellenführer Braunschweig ein 0:0 ab

Karlsruhe. Ist das Glas nun halb voll oder halb leer? Schon wieder kein Sieg, werden die einen kritisieren, die in Gedanken den Karlsruher SC noch da sehen, wo er vor einem Jahr in der 2. Fußball-Bundesliga stand. Schon wieder ein Punktgewinn, werden sich die anderen erleichtert zeigen, dass der KSC nicht bloßer Punktelieferant im Tabellenkeller ist, sondern sich auch gegen Topteams zu wehren weiß.

Das 0:0 gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig hilft nicht viel im Abstiegskampf, aber es gibt dem KSC eine Portion Hoffnung und Moral zurück.

Der KSC (14 Punkte) bleibt auf Rang 16, dem Relegationsplatz. Da auch Erzgebirge Aue (13 Punkte, Platz 17) und FC St. Pauli (11 Punkte, Platz 18) unentschieden spielten, ändert sich nichts in den Niederungen der 2. Liga. Arminia Bielefeld (Platz 15) spielt am Sonntag gegen Dynamo Dresden und könnte dann mit einem Sieg den KSC auf drei Punkte Abstand halten.

Den Braunschweigern hingegen droht der Verlust der Tabellenführung. Der Spitzenreiter kam am letzten Spieltag vor der Winterpause beim abstiegsgefährdeten KSC nur zu einem für die Eintracht-Verhältnisse mageren 0:0 – zu wenig, um vom Durchmarsch in die 1. Liga zu träumen. Denn am Sonntag können die Braunschweiger noch von den Verfolgern VfB Stuttgart und Hannover 96 überholt werden.

Vor 12.096 Zuschauern im Wildparkstadion hatten die Braunschweiger erhebliche Mühe gegen den formverbesserten Tabellen-16. Die beste Chance des Spiels bot sich Braunschweig in der 69. Minute, doch Saulo Decarli traf mit einem Freistoß nur die Latte.

Bei seinem überraschend gekommenen Trainer-Debüt im Profifußball konnte Lukas Kwasniok in zwei Spielen zwei Punkte holen. Doch das war es dann wohl auch schon für den KSC-Interimscoach. Nach der Winterpause dürfte er wohl wieder abgelöst werden. Von wem? Das scheint noch nicht klar zu sein. Aber über den Jahreswechsel hinweg wird vielleicht im Hintergrund mit Hochdruck daran gearbeitet, dass der KSC nach der Winterpause einen neuen Coach vorstellen kann.