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Mit dem letzten Wurf entschied Jasmine Thomas das Spiel in Marburg zugunsten der Sterne. Archiv foto: Becker 

Kelterner Basketballerinnen siegen auswärts in letzter Sekunde mit einem Punkt Vorsprung

Keltern/Marburg. Insgesamt verlief der Samstagabend nicht nach den Vorstellungen der Basketballerinnen aus Keltern, doch ganz zum Schluss hat alles gepasst. In letzter Sekunde nahm Jasmine Thomas den Wurf, der dem DBBL-Tabellenführer jene beiden Punkte bescherte, die noch zu einem 68:67 (30:36( beim BC Pharmaserv Marburg führten.

„Wir waren das ganze Spiel in Rückstand, sind erst kurz vor knapp in Führung gegangen, aber dann ist Marburg wieder in Führung gegangen“, skizzierte der Sterne-Trainer die Ausgangslage. Christian Hergenröther konnte sein Team bei einer Auszeit auf den entscheidenden Angriff einstimmen. Klar war, dass Jasmine Thomas, die eine überragende Quote aufwies, kurz vor der Schlusssirene den Korb anvisieren sollte.

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Ebenfalls am Samstag entschied der Herner TC (3.) das Verfolgerduell gegen den TSV Wasserburg (2.) mit 76:63 (41:23) für sich. Auch das ist für Keltern eher günstig. Hergenröther misst dem freilich keine große Bedeutung bei.

Coach räumt ein: Marburg hätte Sieg eher verdient gehabt

Wie Jasmine Thomas bei Kelttern kamen beim Gegner aus Hessen Marie Berthold und Alexandra Wilke auf 16 Punkte. Günstig für die Sterne war allerdings, dass Alexandra Wilke schon früh mit drei Fouls belastet war und deshalb eine Weile auf die Bank musste. „Das hat uns quasi die Möglichkeit gegeben, in der ersten Hälfte nochmal rangekommen“, erläuterte Hergenröther. Letztlich freute er sich über den knappen Erfolg, fühlte aber auch mit dem Gegner. Eigentlich hätte Marburg den Sieg eher verdient gehabt, räumte Kelterns Coach ein.

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„Wir haben zwar Sachen gemacht, die wir uns vorgenommen haben, aber es war immer entweder einen Tick zu aggressiv oder einen Tick zu nachlässig“, analysierte Hergenröther. Mit Training geht es erst am morgigen Dienstag weiter, allerdings fehlen dann vier Spielerinnen. Andrijana Cvitkovic (Kroatien), Milica Deura (Bosnien), Mailis Pokk und Janne Pulk (beide Estland) reisen für die entscheidenden Spiele der EM-Qualifikation, wie auch die deutsche Auswahl nach Russland.

Hergenröther kann nachvollziehen, dass jede für ihr Land spielen will. Er geht aber davon aus, dass die Halle halb voll werden darf, was ihm wegen der Corona-Pandemie natürlich Sorgen macht.

Keltern: Cvitkovic 10, Deura 2, Kiss-Rusk 12, Mandic 6, Mayombo 3, Mingo 1, Pavic, Pokk, Pulk 5, Thomas 16, Vaughn 13,

Ralf Kohler

Ralf Kohler

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