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Holte Gold für Deutschland: Kickboxerin Magali Klasema.   Privat
Holte Gold für Deutschland: Kickboxerin Magali Klasema. Privat
05.09.2017

Kickbox-Weltmeisterin aus Niefern-Öschelbronn: Lohn für enormen Trainingsfleiß

Erst 13 Jahre alt, und schon Weltmeisterin. Wer das schaffen möchte, muss aus einem besonderen Holz geschnitzt sein. Und das ist Kickboxerin Magali Klasema ganz offensichtlich.

Denn die Schülerin aus Niefern-Öschelbronn gilt aus überaus trainingsfleißig, konzentriert und fokussiert. Und sie ist mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein gesegnet. Dank dieser Charaktereigenschaften wurde Magali im Juni in Simmern schon deutsche Meisterin, qualifizierte sich damit für die WM und setzte dem Ganzen jetzt in Kilarney (Irland) mit dem Weltmeister-Titel im Leichtkontakt die Krone auf.

Beim Abspielen der deutschen Nationalhymne bekam die ganz Familie Gänsehaut. Denn Magali war mit ihren Eltern und Bruder Lawrence (15) in Irland. Zur Belohnung für den WM-Titel gibt es jetzt noch ein paar Tage Urlaub auf der grünen Insel. Mutter Andrea Sihn-Klasema freut sich wahnsinnig über den Erfolg ihrer Tochter in der Gewichtsklasse bis 40 Kilogramm: „Sie hat so hart trainiert und einen Diätplan eingehalten. Schön, dass sie dafür belohnt worden ist.“

Lobende Worte findet auch Christian Deiß, der Magali zusammen mit Yoldas Ay im Studio „Künzler Athletics“ von Alexander Künzler in Niefern trainiert. „Ich wusste schon, dass sie gut drauf ist. Sie hatte eine Bombenvorbereitung“, sagt Deiß, der in Irland dabei war, über seine Musterschülerin. Deiß, der aus Königsbach-Stein kommt, kennt sich aus mit internationalen Titeln. Er selbst war 2003 Amateur-Weltmeister und 2009 Profi-Europameister im Kickboxen.

Bei den Titelkämpfen der World Kickboxing and Karate Union (WKU), dem aktuell größten Kickbox-Verband, waren rund 2000 Athletinnen und Athleten aus 25 Nationen am Start. Nach einem Sieg in der Vorrunde musste Magali im Halbfinale gegen die zweifache Weltmeisterin Eliz Kells-Saunders aus Kanada ran, die gut einen Kopf größer war als ihre Kontrahentin aus dem Enzkreis. Magali siegte aber klar mit 3:0. Im Finale wartete die Waliserin Mycah Morgan. Auch hier war das Talent aus Niefern eindeutig die Chefin im Ring und beherrschte ihre Gegnerin in den zwei Mal zwei Minuten. Klares Urteil der Kampfrichter: 3:0.

Aufgrund ihrer guten Leistungen wurde Magali Klasema vom Bundestrainer spontan für den Teamfight nominiert. Im Finale des Teamfights musste sich Deutschland allerdings Wales geschlagen geben.

helmut
06.09.2017
Kickbox-Weltmeisterin aus Niefern-Öschelbronn: Lohn für enormen Trainingsfleiß

Bei Nebensportarten muss man schon Weltmeisterin werden bevor auch nur eine Zeile darüber berichtet wird. Bei den öffentlichen Fernsehmedien hat man sich weitgehend von Sportsendungen außerhalb Fußball zurückgezogen. Pardon. Beste Sendezeit hat man wenn 3 Automarken im Kreis herumfahren. Weltmeisterschaften in Leipzig im Fechten, im Schwimmen in Budapest, Volley- und Basketball bleiben vollkommen auf der Strecke. Das überlässt man privaten Sportsendern. Dann beklagt man dass Medaillen und ...... mehr...

beckhpi
06.09.2017
Kickbox-Weltmeisterin aus Niefern-Öschelbronn: Lohn für enormen Trainingsfleiß

Genauso ist es, gebe Ihnen absolut recht. Sportarten die kein Gewinn bringen (Fernsehanstalten) werden nur am Rande erwähnt.... mehr...