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Gleich dreimal durften die Nöttinger Spieler jubeln: Der FCN schlug FSV Hollenbach mit 3:0. © Becker
08.03.2013

Klare Sache: FC Nöttingen schlägt FSV Hollenbach mit 3:0

Ein vernageltes Tor hatte manch ein Nöttinger vor dem Oberliga-Duell gegen den FSV Hollenbach erwartet. Doch das Gehäuse der sonst so abwehrstarken Gäste glich am Freitagabend eher einem offenen Scheunentor. Mit 3:0 (2:0) schossen die Remchinger ihren Kontrahenten aus dem Panoramastadion.

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Timo Brenner per Strafstoß (8. Minute), Mario Bilger aus kurzer Distanz (36.) und der eingewechselte Leutrim Neziraj (90.+3) sorgten für den ersten Pflichtspielsieg des FC Nöttingen im Fußballjahr 2013. Nach dem 0:0 vor einer Woche in Offenburg hatte FCN-Trainer Michael Wittwer Neziraj eine Denkpause verordnet.

Für ihn stürmte Neuzugang Jannik Froschauer, auf der Zehn spielte Riccardo Di Piazza. „Zum einen war ich mit Nezirajs Leistung nicht zufrieden“, erklärte Wittwer. „Zum anderen wollte ich mit Di Piazza jemanden reinnehmen, der auch Standards schießen kann.“ Mit Nezirajs vergebenem Elfer in Offenburg hatte die Herausnahme laut Wittwer indes nichts zu tun.

Trotzdem war der Strafstoß schnell wieder in allen Köpfen: Nach nur acht Minuten wurde Mario Bilger gefoult, Elfmeter für Nöttingen war die logische Folge. „Ich habe Timo Brenner gesagt, dass ich ihn reinmache“, berichtete Bilger nach dem Spiel. Den Ball schnappte sich trotzdem Brenner – und verwandelte ihn sicher in die Mitte des Gästetores.

Brenner war es auch, der in der 16. Minute das 2:0 auf dem Fuß hatte: Nach einem langem Pass von Sascha Paseka war er frei durch, schoss aber auf Schlussmann Joachim Fritsch. Als die Gäste reichlich bewiesen hatten, dass ihre Defensive weniger stabil steht, als die erst 20 Gegentore vermuten ließen, schienen sie auch in der Offensive überraschen zu wollen. Das Team, das erst 18 Tore auf der Habenseite hat, machte nun mehr Tempo.

Doch Torjäger Maximilian Albrecht scheiterte mit seinem Volley-Schuss an Nöttingens Keeper Sascha Rausch (27.) und Pascal Sohm hämmerte das Spielgerät rechts am Tor vorbei (30.). Mitten hinein in die kleine Hollenbacher Drangphase fiel das 2:0: Demis Jung hatte auf rechts Dampf gemacht, um Froschauer in Szene zu setzen. Von ihm kam der Ball zu Bilger, der aus sechs Metern das 2:0 machte.

So wenig das erwartete Hollenbacher Abwehrbollwerk stand, so wenig war in Hälfte zwei auch von einem Aufbäumen der Gäste zu sehen. Torchancen gab es kaum noch. „Über die Halbzeit legen wir lieber den Mantel des Schweigens“, meinte FCN-Trainer Wittwer. Ein Schuss von Reinhard Schenker, der für den an der Wade verletzten Sascha Paseka eingewechselt worden war, ging zwar noch an den Außenpfosten (53.). Doch danach wurde es erst in der Nachspielzeit wieder gefährlich: Erst klärte Rausch gleich zweimal gegen Hollenbachs Albrecht, dann setzte Neziraj den Schlusspunkt: Nach einer Flanke von Bilger „musste ich ja fast nur noch den Fuß hinheben“, so Neziraj – der dann noch ergänzte: „So wie sonst Mario Gomez.“