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Glücklich sind die Spieler des FSV Buckenberg, die sich gestern Abend erstmals beim 27. Hallenfußball-Turnier des SV Büchenbronn in der Pforzheimer Fritz-Erler-Sporthalle durchsetzen konnten. Rechts stehend Trainer Norbert Volsitz, der zudem noch eine Cabrio-Wochenendfahrt für das treffsicherste Vorrundenteam erhielt. Ripberger
Kaum zu stoppen war Dennis Friese (dunkles Trikot), der im Halbfinale und Finale vier Tore schoss. Hier können ihn auch zwei GU/Türkischer SV-Akteure nicht halten.
Diesen Neunmeter im Halbfinale parierte GU/Türkischer SV-Torwart Anil Demiral gegen Niefern. Damit brachte er den Pforzheimer Club ins Endspiel.
10.01.2016

Klare Sache: Kreisligist FSV Buckenberg gewinnt mit Zauberfußball Hahn-Cup

Gäbe es den Titel eines Pforzheimer Stadtmeisters im Hallenfußball, so hätte der FSV Buckenberg diese Trophäe voll verdient. Selten hat einmal ein Verein beim vom SV Büchenbronn ausgerichteten Hahn-Cup in der Pforzheimer Fritz-Erler-Sporthalle so grandios aufgetrumpft wie das Team aus dem Höhenstadtteil.

Bildergalerie: FSV Buckenberg gewinnt souverän den Hahn-Cup

In den fünf Gruppenspielen sowie im Halbfinale ließ der FSV mit 24:0 Treffern kein einziges Gegentor zu und überzeugte auch im Finale gegen die GU/Türkischer SV Pforzheim beim 3:1-Erfolg. Erst als der A-Liga-Fusionsverein gegen den Kreisligisten in den letzten vier bis fünf Minuten der 14-Minuten-Partie alles nach vorne warf und bedingungslos angriff, mussten die Buckenberger den einzigen Gegentreffer durch Samet Uzun zulassen. Doch da hatten FSV-Kapitän Paul Bullert, Dennis Friese und Erdigan Görisch mit ihren Toren alle Zweifel beseitigt. FSV-Trainer Norbert Volsitz freute sich über den erstmaligen Gewinn des Hahn-Cups bei der 27. Ausspielung des einzigen Winterturniers für aktive Mannschaften in der Stadt Pforzheim: „Wir wollten Hallenfußball spielen, wie es sich gehört. Mir bedeutet der Sieg viel, zumal ich früher selbst gern in der Halle gekickt habe.“

Dennis Friese überragend

Im Halbfinale erwies sich Friese als überragender Akteur, der beim 3:0-Triumph der Buckenberger gegen den Pforzheimer Stadt- und Klassenrivalen Fatihspor dreimal zuschlug und nicht zu bremsen war. Wesentlich umkämpfter gestaltete sich das zweite Halbfinale zwischen dem FV Niefern und GU/Türkischer SV das 2:2 endete und erst nach Neun-Meter-Schießen 6:5 für die Fusionierten endete. Kapitän Samet Uzun hatte die GU/Türkischer SV in Führung geschossen, Dominik Kuppinger für Niefern ausgeglichen, Mustafa Solak das 2:1 für GU/Türkischer SV erzielt, ehe 15 Sekunden vor dem Ende Savas Karagüzel die Nieferner in das Neun-Meter-Schießen rettete.

Die Auseinandersetzung um Platz drei war eine klare Sache für den FV Niefern, der Fatihspor Pforzheim mit 4:1 kaum zur Entfaltung kommen ließ. Ilker Bozdag, Michael Akay und Timo Graf schossen den FVN früh in Front, der Ehrentreffer zum 1:3 durch Ugur Bozkaya in der Schlussminute wurde postwendend vom Nieferner Camer Korkmaz mit dem Tor zum 4:1 beantwortet.

Wie überragend sich die sogenannten Kleinen durch das Turnier kämpften, beweist die Tatsache, dass alle vier Halbfinalisten sich erst über das Qualifikationsturnier am Dreikönigstag in das Finalturnier durchkämpften. Dagegen blieben Verbandsligist Kickers Pforzheim sowie die drei Landesligisten 1. CfR Pforzheim II, Titelverteidiger FC Nöttingen II – beide Vereine schonten ihre Oberliga-Kicker – und der FC Birkenfeld hinter manchen hochgesteckten Erwartungen zurück.

Wie souverän der FSV Buckenberger seine Kreise zog, macht auch die Tatsache deutlich, dass niemand so ungefährdet in seiner Sechser-Gruppe seine Vorrundenspiele absolvierte und zudem mit 5:0 gegen Viktoria Enzberg und den CfR Pforzheim auch die höchsten Siege feierte.

„Das Turnier war absolut gut besucht mit rund 1300 zahlenden Zuschauern an beiden Tagen, obwohl wir diesmal nur 24 statt zuletzt 30 Mannschaften aufbieten konnten. Auch sportlich stimmte alles und es gab keine nennenswert Verletzten“, freute sich Büchenbronns Spielausschussvorsitzender Wolfgang Hochmuth. Einziger Wermutstropfen war die kurzfristige Absage von Verbandsligist Spvgg Durlach-Aue: angeblich habe man vergessen, dass man zeitgleich beim Turnier des SV Spielberg anzutreten hatte.