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02.08.2015

«Klassischer Fehlstart»: Karlsruher SC weiter punktlos

Karlsruhe (dpa/lsw) - Der Karlsruher SC kommt in der 2. Fußball-Bundesliga nicht in die Gänge. Der Fast-Aufsteiger der vergangenen Saison unterlag dem FC St. Pauli am Sonntag im Wildparkstadion mit 1:2 (1:2) und wartet damit nach dem 2. Spieltag immer noch auf den ersten Punktgewinn. Den Rückstand durch Lasse Sobiech (10. Minute) konnte Karlsruhes Abwehrspieler Daniel Gordon (29.) noch ausgleichen. Vor 21 899 Zuschauern bescherte Marcel Halstenberg (40.) den Hanseaten mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze dann den ersten Dreier.

«Das ist ein klassischer Fehlstart», kritisierte KSC-Schlussmann Dirk Orlishausen im TV-Sender Sky. «Wir müssen aber die Ruhe bewahren.» Dass es noch nicht rund läuft, blieb auch Sportdirektor Jens Todt nicht verborgen. «Es ist alles noch ein bisschen ruckelig, es fehlt noch einiges. Die Fehlerquote ist zu hoch», sagte der frühere Nationalspieler. Zudem habe die Truppe gegen St. Pauli «zu viele Chancen zugelassen.»

KSC-Coach Markus Kauczinski musste erwartungsgemäß auf Linksverteidiger Philipp Max verzichten, dessen Wechsel zum Bundesligisten FC Augsburg bevorsteht. Todt zufolge stünden nur noch «technische Details» wie etwa der Medizincheck aus. Dafür verhalf Kauczinski dem 19 Jahre alten Rechtsverteidiger Jannik Dehm zu seinem Profidebüt.

Beide Teams zeigten in der Defensive einige Unsicherheiten, dafür bekamen die Fans anfangs viel Unterhaltung in der Offensive geboten. Nach dem Wechsel plätscherte die Partie nur noch so dahin. Vor allem der KSC ließ die letzte Entschlossenheit vermissen. Die größte Chance zum Ausgleich vergab vier Minuten nach der Pause Erwin Hoffer, der an Pauli-Keeper Robin Himmelmann scheiterte.

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«Das ist keine leichte Situation für uns, der ein oder andere bei uns sucht noch seine Form», meinte Kauczinski. Seine Mannschaft müsse sich nach der verpatzten Relegation gegen den Hamburger SV keinesfalls mit psychologischen Nachwirkungen herumschlagen. «Die indirekten Folgen spürt man schon», räumte Kauczinski jedoch ein und meinte damit etwa die verspätete Saisonvorbereitung.