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Die Lücken in der gegnerischen Abwehr fand Yanez Kirschner von der TGS Pforzheim, wenn es in Haßloch drauf ankam; links Michal Wysokinski. Foto: PZ-Archiv/Becker

„Kleine Wende“: TGS Pforzheim beendet Serie von drei Spielen ohne Sieg

Hassloch/Pforzheim. Die Handballer der TGS Pforzheim haben die Kurve gekriegt. Nach zuletzt 1:5 Punkten gab es bei der TSG Haßloch in der Pfalz einen hart erkämpften 29:27-Erfolg, der auch Wolfgang Taafel erfreute.

„Sehr zufrieden und glücklich“ äußerte sich der TGS-Abteilungsleiter Handball über die „kleine Wende“.

Es war eine Partie, die lange offen war und in der die Haßlocher die meiste Zeit führten. Beim 9:6 in der 17. Minute lagen die Pfälzer ebenso mit drei Treffern vorne wie beim 18:15 (36.) und 20:17 (42.). Dazwischen hatte dann auch mal die TGS die Nase vorne, als Michal Wysokonski den Ball zum 11:10 für Pforzheim im Netz unterbrachte.

Trotz des Rückstandes berichtet Wolfgang Taafel von dem guten Gefühl, dass er die ganze Zeit hatte: Dass sein Team mit den eher kleinen und wendigen Spielern am Ende wohl mehr zulegen könnte als der Gegner, der einige großgewachsene Akteure in seinen Reihen und deshalb aus dem Rückraum auch Vorteile hatte.

Taafel sollte Recht behalten. Als Haßloch in der 51. Minute durch Elvijs Borodovskis mit 24:22 in Führung ging, sah es für die Gastgeber gut aus. Doch die TGS verteidigte inzwischen die gegnerischen Rückraumspieler gut. Die Pforzheimer machten immer wieder die nötigen zusätzlichen Schritte, um Borodovskis und seine Kollegen frühzeitig „aufzunehmen“. Die Abwehr stand, eine Zeitstrafe für Haßloch kam hinzu. So drehten Marco Kikillus (Siebenmer), Yanez Kirschner (2) und Davor Sruk in knapp vier Minuten die Partie. Pforzheim führte 26:24 und ließ sich nicht mehr unterkriegen.

Kirschner und Sruk waren letztlich auch die entscheidenden Spieler an diesem Tag. Kirschner fand immer wieder eine Lücke in der gegnerischen Abwehr, um flink hindurchzuschlüpfen (6 Tore). Und Sruks Präsenz am Kreis zahlte sich ebenso in Toren (6) wie in Siebenmeterpfiffen aus – Marco Kikillus verwandelte gleich viermal vom Strich.