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Der Karlsruher Florian Kamberi (Mitte) und der Stuttgarter Timo Baumgartl (links) kämpfen um den Ball. Rechts steht der Stuttgarter Emiliano Insua.
Der Karlsruher Florian Kamberi (Mitte) und der Stuttgarter Timo Baumgartl (links) kämpfen um den Ball. Rechts steht der Stuttgarter Emiliano Insua. © dpa
03.11.2016

Kleines Derby, große Ziele: KSC will nach 1:3 gegen VfB punkten

Karlsruhe. Zu den Zielen, die Präsident Ingo Wellenreuther vor dieser Saison für den Karlsruher SC formuliert hatte, gehörte auch, alle baden-württembergischen Derbys gewinnen zu wollen. Das ist nach der 1:3-Heimniederlage gegen den VfB Stuttgart nicht mehr möglich. Schon am Freitagabend beim 1. FC Heidenheim (18.30 Uhr/Sky) können die Wildparkprofis aber wieder einen Derby-Sieg in der 2. Bundesliga anpeilen.

„Das wird nicht einfacher, als gegen den VfB“, warnt der Karlsruher Cheftrainer Tomas Oral seinTeam. „Es ist zwar ein etwas anderes Derby, aber keinesfalls leichter.“ Seine Schützlinge müssten „alle Antennen spitzen.“ So, wie beim 2:0-Sieg des KSC in Würzburg vor 14 Tagen.

Die Gastgeber, „haben sich Oral zufolge über Jahre hinweg sehr gut entwickelt, spielen schon lange in ihrem System, sind in der Spieleröffnung variabler geworden, und haben einen guten Saisonstart hingelegt.“ Aktuell ist die Mannschaft von Frank Schmidt, der den FCH seit September 2007 trainiert, Tabellensechster und hat acht Punkte mehr auf dem Konto, als der KSC als Fünftletzter.

„Wir dürfen die Situation nicht unterschätzen“, sagt dessen Sportdirektor Jens Todt. „Jeder Punkt zählt.“ Die Lage sei „angespannt.“ Die Mannschaft müsse von nun an „jede Woche punkten.“ Damit dies am Heidenheimer Schlossberg gelingt, nennt Tomas Oral als Grundvoraussetzungen „Robustheit und Aggressivität.“ Aber auch taktisch dürfe sich seine Mannschaft keine Fehler erlauben, denn sonst würden der FCH und seine Zuschauer „elektrisiert.“ Die Mischung, so der KSC-Coach weiter, „zwischen Kampf und Spiel“ müsse stimmen.

Das Spiel gegen Stuttgart bescherte dem KSC einige Verletzte. Enrico Valentini (Oberschenkelzerrung) und Torhüter Dirk Orlishausen (Hüftprellung) fallen verletzt aus. „So, wie er in den letzten zehn Tagen trainiert hat“, sieht Tomas Oral „kein Problem“, dass René Vollath nach seiner Bauchmuskelzerrung ins Tor zurückkehrt. Rechts in der Viererkette kommt der 19-jährige Mönsheimer Matthias Bader zu seinem zweiten Einsatz in der Startelf. Bjarne Thoelke, der gegen Stuttgart wegen einer Magen-Darm-Infektion fehlte, dürfte wieder mit David Kinsombi die Innenverteidigung bilden. Weitere Wechsel – Manuel Torres anstelle von Charalampos Mavrias oder Dimitris Diamantakos für Erwin Hoffer – sind eher nicht zu erwarten.

Mögliche KSC-Aufstellung: Vollath – Bader, Thoelke, Kinsombi, Kempe – Mavrias (Torres), Prömel, Yamada, Stoppelkamp – Kamberi, Hoffer (Diamantakos).