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Besonders motiviert wird der Ex-Löwe Patrick Zweigner (rechts) im Dress der TGS in Östringen zur Sache gehen, hier im Hinspiel gegen das Toptalent der Junglöwen, Philipp Ahouansou.  Foto: Ripberger, PZ-Archiv 

Knifflige Aufgabe im Kraichgau: TGS Pforzheim in der Höhle der Junglöwen

Pforzheim. In der Südgruppe der 3. Handball-Bundesliga wird am Faschingswochenende nur eine Begegnung ausgetragen. Diese hat es mit dem Nordbaden-Derby zwischen der Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar Löwen und der TGS Pforzheim aber in sich.

Dass es wieder so eine hart umkämpfte Auseinandersetzung geben wird wie bei den letzten Aufeinandertreffen, gilt als sicher. „Ich hoffe, dass das in der Schlussphase verschenkte Spiel in Horkheim keine Spuren hinterlassen hat und unsere Mannschaft im Kopf frei ist“, sagt TGS-Boss Wolfgang Taafel, der sich immer noch über das denkwürdige Spiel in Heilbronn ärgert. Vor allem die Szene, als man es drei Minuten vor dem Schlusspfiff versäumte, bei einem Tempogegenstoß den Vorsprung auf drei Treffer auszubauen und damit den Heilbronnern wohl den K.o. zu versetzen, steht Taafel noch vor Augen.

Balingen/Weilstetten, Konstanz, Kornwestheim und nun Horkheim: Fakt ist, die TGS Pforzheim hat in dieser Runde beim Establishment der Liga noch keinen Zähler verbucht und dieser Kategorie von Gegnern ist auch die gastgebende Perspektivmannschaft der Rhein-Neckar Löwen zuzurechnen,

Weil der Sprung in den Bundesligakader fast zu groß ist und deshalb immer wieder Spieler vom Stamm zu den umliegenden Vereinen wechseln, hat man in Östringen zwar fast Jahr für Jahr eine neue Mannschaft aufzubauen. Über bestens geschulten Nachschub, überwiegend aus dem eigenen Internat, können Trainer Michel Abt und sein in der Bundesliga gestählter Co. Andre Bechtold nicht klagen.

Ein besonders Juwel, das sogar den Sprung zu den großen Löwen einmal schaffen könnte, bauen die Kraichgauer derzeit vor allem mit Philipp Ahouansou auf. Der noch für die A-Jugend spielberechtigte 17-jährige Hanauer ist nach seinen bisher 122 Einschüssen in der 3. Liga auch schon für die großen Löwen Thema.

Aus der Östringer Handballschule sind auch Patrick Zweigner und Roy James hervorgegangen. Sie werden an alter Wirkungsstätte besonders motiviert sein. Die gesamte Vertretung der Wartberger hofft, ihre größere Erfahrung in die Waagschale werfen zu können und am Ende vielleicht auch ein Quäntchen mehr abgezockt zu sein in diesem Derby.